Hilfe für Projekt Heinz-Sielmann-Stiftung fördert Blühwiesen in Melle

Von Christoph Franken

Es gibt kaum noch Blumenwiesen mit Schmetterlingen und Grillen. Foto: dpaEs gibt kaum noch Blumenwiesen mit Schmetterlingen und Grillen. Foto: dpa

fr/pm Melle. Das Projekt „Blumiges Melle – Insektenschutz durch Blühwiesen“ wird gleich zweifach von der Heinz-Sielmann- Stiftung gefördert.

Das Projekt war von der gemeinnützigen Unternehmergesellschaft „Umweltschutz und Lebenshilfe“ aus Melle ins Leben gerufen worden. Initiator ist Kai Behncke. Jetzt erhält das Meller Projekt Unterstützung: Die Heinz-Sielmann-Stiftung fördert eine wissenschaftliche Analyse. „Zwei Biologen werden fortan an verschiedenen Standorten eine Artenerfassung und Individuenzählung von Wildbienen vornehmen“, freuten sich Behncke und seine Mitstreiter. (Lesen Sie auch: Damit aus dem Acker in Oldendorf eine Blühwiese wird)

Behncke hatte zudem noch eine weitere Zusage der Stiftung im Gepäck: Sie fördert künftig ein Blühflächenkataster in Melle, wozu interaktive Kartenanwendungen erstellt werden. Durch dieses Kataster werde dann beispielsweise ersichtlich, wo sich bereits Blühflächen und Blühinseln befinden und wo im Stadtgebiet eventuell noch ein Unterangebot besteht. Außerdem soll dadurch ein Monitoring vorhandener Wildblumen und Wildbienen unterstützt werden. „Diese Form des Katasters dürfte in Deutschland nahezu einmalig sein und Melle wird damit Vorreiter“, betonte Behncke. (Lesen Sie auch: Absurder Streit um Blühwiese in Melle)

Die Heinz-Sielmann-Stiftung war 1994 von dem bekannten Naturfilmer Heinz Sielmann und seiner Frau Inge gegründet worden und unterstützt Biotop- und Artenschutz-Projekte. Sielmann wäre dieses Jahr 100 Jahre alt geworden. Der Sitz der Stiftung befindet sich in München, die Zentrale bei Duderstadt.


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