Im Einsatz für den Artenschutz Fischereiverein Melle setzt 3800 Aale aus

Von pm/awe

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pm/awe Melle. Im Einsatz für den Artenschutz waren am vergangenen Samstag die Mitglieder des Fischereivereins Melle.

Sie führten eine Besatzmaßnahme mit zehn bis 15 Zentimeter großen Jungaalen durch, um dem rückläufigen Bestand dieser bedrohten Tierart etwas entgegenzuwirken. Im Vordergrund steht bei diesem Projekt die Nachhaltigkeit, damit irgendwann möglichst viele Fische ihr Laichgebiet, die Sargasso-See, erreichen, um selbst für den Erhalt der Art zu sorgen.

Die Gewässerwarte Olaf Schulte, Robin Stümpeley und Jörg Komesker haben die vorgestreckten Aale vom Landesfischereiverband Weser-Ems entgegengenommen und setzten sie aus.

Auf dem Geranienmarkt

So fanden in diesem Jahr rund 3800 dieser Fische den Weg in die Meller Else. Dort haben sie die Möglichkeit, im laichreifen Alter von zehn bis 15 Jahren, mit einer Länge von bis zu 140 Zentimetern den Weg in das offene Meer anzutreten.

Mithilfe von Zuschüssen des Landes Niedersachsen und der EU wurden in diesem Jahr an die beteiligten Fischereivereine zwischen Ems und Elbe mehr als 600000 Aale ausgegeben, berichtet Robin Stümpeley. Insgesamt investierten die Vereine dieses Jahr im Rahmen dieser Aktion eine Summe von gut 140000 Euro zum Wiederaufbau des Aalbestandes.

Neben dem Besatz von Aalen führt der Fischereiverein Melle viele andere gemeinnützige Aktionen durch. Wer sich informieren möchte, hat dazu beispielsweise am Stand des Vereins auf dem Meller Geranienmarkt am 20. Mai Gelegenheit. Dort werden auch viele heimische Fisch- und Krebsarten in Schauaquarien zu betrachten sein.


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