Broadway am Beutling Heimatkapelle Welling auf den Spuren von Frank Sinatra

Von Petra Ropers


Wellingholzhausen. Seine Stimme war unverwechselbar. Seine swingenden Songs sind bis heute unvergessen. Frank Sinatra galt als einer der der größten Entertainer seiner Zeit. Die Heimatkapelle Wellingholzhausen verwandelte ihr Frühjahrskonzert in eine klingende Hommage an „The Voice“.

Gleich zwei Abende lang führte der Broadway mitten durch Wellingholzhausen: Eine aufwendige Saaldekoration holte die leuchtende Skyline New Yorks in die Beutlinghalle. Dazu verpflichtete die Heimatkapelle mit Benjamin Witthoff einen Gaststar, der mit warmem Timbre und stilvollen Entertainer-Qualitäten die Zeit der Swing-Ära lebendig machte. Zunächst jedoch stellten die Bläser ihre eigene Vielseitigkeit unter Beweis. Unter der musikalischen Leitung von Chris Stieve-Dawe unternahmen sie dazu einen kontrastreichen Streifzug durch Zeiten und Genres.

Kraftvolles Entrée

Ihre Fans stehen „In Treue fest“ zu ihrer Heimatkapelle. Und die bot mit dem gleichnamigen Marsch auch gleich ein kraftvolles Entrée zu einem Konzert, das auf schon gewohnt hohem Niveau von der Wandlungsfähigkeit der 65 Bläser überzeugte. Da steigerten sich die monumentalen Klänge des ouvertürenartigen Werkes „Ross Roy“ zum fulminanten Finale, streiften die Laserfinger zum Soundtrack der Kultserie „Game of Thrones“ geheimnisvoll durch den Saal.

Alte Instrumente und neue Rhythmen verbanden sich dank der herausragenden Solisten Renate Stieve-Dawe und Uwe Gaukelsbrink im ansteckenden „Post Horn Rock“. Von folkloristischen Melodien aus Russland bis zu den größten Hits von Michael Jackson: Unter der Leitung von Chris Stieve-Dawe empfahl sich die Heimatkapelle einmal mehr als hochkarätiges und bestens eingestimmtes Blasorchester.

Erfolgreiche Jugendarbeit

Dessen Basis ist eine intensive und überaus erfolgreiche Jugendarbeit: Über 70 junge Bläser greifen in Mini- und Jugendorchester unter der Leitung und Anleitung von Andreas Lux zu den Instrumenten. Das Ergebnis ihrer Übungsstunden konnte sich vom „Dschungelbuch“ der Minis bis zum von Andreas Lux humorvoll arrangierten Marsch-Mix mehr als hören lassen. Auch die „große“ Kapelle greift nicht nur auf vorgefertigte Notenblätter zurück.

Schließlich hat sie in Chris Stieve-Dawe nicht nur einen überaus kompetenten Dirigenten, sondern auch einen fachkundigen Arrangeur. Aus seiner Feder stammten sämtliche Arrangements der Frank-Sinatra-Hits, die im zweiten Teil des Konzertes die Stimmungswogen im Saal hochschlagen ließen. Benny Goodmans „Sing, sing, sing“ leitete mit einem mitreißenden Schlagzeug-Solo von Kevin Kleine-Heckmann die Sinatra-Show ein.

„My Way“ durfte nicht fehlen

„That’s life“, „September in the Rain“ und „This lady is a tramp“: Die Kulthits des unvergessenen Entertainers interpretierte Benjamin Witthoff gemeinsam mit der Heimatkapelle, die am Ausflug in die USA sichtliches Vergnügen hatte. Ohnehin ist der Broadway den Wellingholzhausener Bläsern keineswegs unbekannt, seit sie dort an der Steuben-Parade teilnahmen. Frank Sinatras Hymne über „New York, New York“ schlossen sie sich deshalb unter dem Jubel ihres begeisterten Publikums aus vollem Herzen an.

Und natürlich durfte „My Way“ als Sinatras größter Hit nicht fehlen. Ihren Weg hat die Heimatkapelle Wellingholzhausen längst gefunden. Und der begeisterte einmal mehr die Musikfreunde in der ausverkauften Beutlinghalle.