15 Helfer auf dem Hof Landmeyer Blühwiesenparty: Saatgut für ein blumiges Melle

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Melle. Im Rahmen des Projektes „Blumiges Melle“ fand am Samstag die erste „Meller Blühwiesenparty“ statt. Auf rund 4000 Quadratmetern am Hof der Familie Landmeyer in Westerhausen verteilten Helfer hochwertiges, regionales Saatgut auf vorbereiteten Flächen.

Falk Landmeyer und ein Freund hatten wenige Tage vor der Blühwiesenparty die Flächen am Hof mit der Bodenfräse bearbeitet und knapp 400 Kilogramm Kalkgranulat darauf von Hand verteilt. So war der Boden für die Aussaat am Samstagvormittag bereit.

Etwa 15 Helfer kamen zur Party. Sie waren dem Aufruf der Initiatoren Kai Behncke und Karsten Wachsmuth gefolgt und mit Schaufel und Harke vorbeigekommen.

Dank der Unterstützung verschiedener Sponsoren konnten die Initiatoren regionales Saatgut besorgen, 2500 Euro kostet der 15-Kilo-Sack.

„Es nennt sich auch ‚Goldstaub‘ und ist das hochwertigste Saatgut für Insekten“, verriet Kai Behncke über die Saatgutmischung, die Samen von 80 heimischen Blühpflanzen beinhaltet.

Falk Landmeyer hatte ausgerechnet: „Wir brauchen 250 Gramm Saatgut für eine Fläche von 100 Quadratmetern.“ In kleine Portionen wog der Westerhausener das Saatgut ab, sodass die kleinen und großen Helfer die Samen auf dem Boden einstreuen konnten.

Mit seinem betagten Lanz-Traktor und einer Egge arbeitete Falk Landmeyer das Saatgut anschließend weiter in den Boden ein.

„Fehlt nur noch der Regen“, waren sich die Helfer nach getaner Arbeit einig. Bei selbst gekochter veganer Suppe und vegetarischen Spezialitäten saßen sie noch lange beisammen und genossen den Blick auf die Streuobstwiese und die umliegenden Felder.

Auf verschieden großen Arealen zwischen 800 und 1500 Quadratmetern werden die bunten Blühwiesen demnächst Insekten jeglicher Art anlocken. Vor allem aber werden die Flächen, die zum Teil innerhalb der 2012 realisierten Streuobstwiese entstanden sind, für Bienen interessant sein.

Ein örtlicher Imker hat bereits seit einigen Jahren mehrere Völker an der Streuobstwiese der Familie Landmeyer aufgestellt. Und so schließt sich praktisch der Kreis. Denn Blühwiesen anzulegen hatten die Landmeyers schon vor einiger Zeit geplant. „Wir hatten es eh vor und als wir von der Aktion gehört haben, dachten wir uns, da machen wir auf jeden Fall mit“, sagt Falk Landmeyer.


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