Vorstand nimmt Arbeit auf Vereinfachte Flurbereinigung in Gesmold eingeleitet

Der neu gewählte Vorstand mit den stellvertretenden Mitgliedern. Foto:  Amt für regionale LandesentwicklungDer neu gewählte Vorstand mit den stellvertretenden Mitgliedern. Foto: Amt für regionale Landesentwicklung

Gesmold. Die vereinfachte Flurbereinigung in Gesmold ist eingeleitet. Das Verfahrensgebiet liegt im Bereich der Stadt und umfasst Teile der Gemarkungen Gesmold, Dratum-Ausbergen, Wennigsen, Uhlenberg und in geringem Umfang Teile der Gemarkungen Drantum, Himmern, Peingdorf und Uedinghausen-Warringhof.

Anfang März 2017 aus den Reihen der rund 300 betroffenen Grundeigentümer ein Vorstand gewählt. Dieser Vorstand besteht aus sechs Mitgliedern und sechs Stellvertretern. Gewählt wurden jeweils fünf Personen aus Gesmold und eine Person aus Wellingholzhausen. Es sind Christof Diekmann als Vorsitzender, Bernhard Asplan, Matthias Bolte, Anne Hillebrand, Judith Meyer zu Himmern sowie Ansgar Rietmann.

Der Vorstand hat die Aufgabe, die gemeinschaftlichen Angelegenheiten der Teilnehmergemeinschaft wahrzunehmen. Er ist das Bindeglied für gemeinschaftliche Belange zwischen den Teilnehmern und der Flurbereinigungsbehörde.

Maßnahmen für den Naturschutz

Schwerpunkte der rund 1139 Hektar großen Flurbereinigung in Gesmold sind die Anpassung des bestehenden landwirtschaftlichen Wegenetzes an die gestiegenen Belastungen im Außenbereich, die Zusammenlegung von landwirtschaftlichem Grundbesitz und der Hochwasserschutz.

In dem Verfahren sind auch konkrete Maßnahmen für den Naturschutz und die Landschaftspflege geplant, um diese Belange nachhaltig zu bewahren und zu unterstützen. Insbesondere sind das Maßnahmen zum Wiesenvogelschutz, die Renaturierung von Fließgewässern und die Anlage von Blänken und Kleingewässern.

Im Bereich der Wasserwirtschaft wird das Verfahren den geplanten Hochwasserschutz der Stadt Melle an der Hase und am Königsbach unterstützen. Zum selben Zweck sind auch Gewässerrandstreifen und Gewässeraufweitungen vorgesehen.

Der Bereich der Naherholung wird durch die Flächenausweisung für den Radwegebau an der K 218

und L 108 und durch geeignete Maßnahmen zur Umweltbildung an der Bifurkation unterstützt.

Neugestaltungsgrundsätze

Als erste große Aufgabe des Vorstandes steht die Mitwirkung bei der Aufstellung des Wege- und Gewässerplanes an. Die bisherigen Neugestaltungsgrundsätze werden zu konkreten Planungen weiter entwickelt. Dazu treffen sich in regelmäßigen Abständen der erweiterte Vorstand, die Vertreter der Stadt sowie die Vertreter des Amtes für regionale Landesentwicklung Weser-Ems, Geschäftsstelle Osnabrück. Bis Ende 2018 soll das Gesamtkonzept fertig gestellt und genehmigt sein.


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