Heimatverein zieht positive Bilanz Drei neue Strecken in Neuenkirchen geplant

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„Ehrung für beispielhafte, ehrenamtliche Arbeit: Ludwig Thomae, Vorsitzender Christian Hoffmeister, stellvertretender. Vorsitzender Hartmut Bodenstein (von links).„Ehrung für beispielhafte, ehrenamtliche Arbeit: Ludwig Thomae, Vorsitzender Christian Hoffmeister, stellvertretender. Vorsitzender Hartmut Bodenstein (von links).

Neuenkirchen. Mit über 70 Besuchern im Neuenkirchener Dorfgemeinschaftshaus fand die Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Neuenkirchen wieder einmal eine positive Resonanz.

40 Jahre nach der Gründung des Vereins ist die Motivation zahlreicher Mitglieder ungebrochen. Darauf wies Vorsitzender Christian Hoffmeister hin, der in seinem Jahresbericht als bewährte Zielsetzung des Vereins an vielfältige Angebote erinnerte. Wichtig, so Hoffmeister bei der Vorstellung seines Jahresrückblicks, sei die Zusammenführung der Generationen in einer immer älter werdenden Gesellschaft.

Heimathaus ist sehr beliebt

Die Statistik im Berichtszeitraum des Vereins weist in der Tat ein aktives Miteinander aus. Das Heimathaus am Kirchring erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Hoffmeister sprach dabei von Klassentreffen in Erinnerung an den Pädagogen und Schriftsteller Wilhelm Fredemann, erinnerte an Lesungen in hoch- und plattdeutscher Sprache, an Vorträgen im Rahmen von Kulturnachmittagen, an Zusammenkünften nach Wanderungen und Führungen und das Angebot von Frühstückstreffen. Die Aktion „Sauerkraut selbstgemacht“ wird vom Ehepaar Ingrid und Reinhard Kuhr seit nunmehr zehn Jahren durchgeführt. Nach dem Tod von Anne Marie Schmidt, der Tochter des Schriftstellers Wilhelm Fredemann, wurden dem Verein von den Angehörigen Exponate und auch eine Geldspende zur Verfügung gestellt. Hoffmeister erinnerte ferner an den jährlich angebotenen Bau von Nistkästen, der mit den jeweiligen dritten Klassen der Kantor-Wiebold Grundschule durchgeführt wird.

25 Kilometer Wanderstrecke betreut

Im Berichtszeitraum wurden von Vereinsmitgliedern insgesamt 850 Arbeitsstunden geleistet. Der Heimatverein Neuenkirchen beteiligt sich in diesem Jahr ferner an der Herausgabe von zwei Buchprojekten, davon wurde während der Jahresversammlung bereits ein Titel vorgestellt.

Über diverse Vorhaben und Pläne informierte der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Hartmut Bodenstein. Der Heimatverein Neuenkirchen betreut gegenwärtig eine Strecke von 25 Kilometer an Wanderwegen. Geplant ist ein neues Wanderwegekonzept. Ausgezeichnet werden drei neue Streckenführungen mit folgenden Kennzeichnungen: N1, Rund um das Dorf, N2, durch Wald und Flur und N3, Fredemann-Weg. Als jeweiliger Ausgangspunkt ist der Parkplatz an der Alten Bielefelder Straße vorgesehen.

Wanderungen für Eltern und Kinder

Bodenstein berichtete ferner von Plänen, Neubürger über Besonderheiten des Ortes zu informieren. Dazu sind geführte Wanderungen für Eltern und deren Grundschulkinder vorgesehen. Um einer Überalterung des Mitgliederbestandes entgegenzuwirken, sind Aktionen auch für jüngere Jahrgänge geplant. Auf ein positives Echo, so Bodenstein, sei die geplante Bündelung und Zusammenarbeit der neun Meller Heimatvereine mit der Stadt gestoßen.

Eine Vorschau über das schon laufende Veranstaltungsjahr 2017 gab Vorstandsmitglied Dr. Reinhard Voß.

Über eine ausgeglichene Kassenlage konnte Gerhard Fromme berichten. Dem Vorstand wurde einstimmig Entlastung erteilt.

Für „beispielhafte, unentgeltliche Arbeit“ bei der Pflege der Wanderwege wurde Ludwig Thomae mit einem Präsent geehrt.

Lob für Engagement in Flüchtlingshilfe

Als Gastredner des Abends wurde Karl-Heinz Gerling in seiner Eigenschaft als neuer Ortsbürgermeister begrüßt. Gerling lobte die langjährige engagierte Arbeit des Vereins, zum Wohle des Gemeinwesens und der Bürger. Mit Interesse wurde von den Anwesenden sein Bericht über gegenwärtig anstehende kommunale Vorhaben im Stadtteil zur Kenntnis genommen. Während sich im Jahr 2016 eine gewisse Stagnation bei der Beschaffung von Wohnraum ergab, erwartet man für die kommenden Jahre bemerkenswerte Zugänge. Im Neubaugebiet Menken Feld mit 18 Bauplätzen sind bereits alle Grundstücke so gut wie vergeben. Weitere Pläne gibt es im Rahder Buckrich und auf dem Gelände Fedemanns Hof. Lobend erwähnte der Ortsbürgermeister die ehrenamtliche Arbeit zahlreicher Helfer in der Flüchtlingsunterkunft an der Wieboldstraße. Die Betreuung der Flüchtlinge bei der Integration, auch in der Sprachförderung, so Gerling sei geradezu beispielhaft. Für die weitere Arbeit des Heimatvereins übereichte der Ortsbürgermeister ein Gastgeschenk.


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