Meller Klimaschutzpreis vergeben Leuchtturmprojekte mit Vorbildcharakter ausgezeichnet

Von Marek Majewsky

Im Bild: Maxi Hase, Karsten Wachsmut, Gariela Meier,Kai Behncke, Silke Meier, Stefan Fockenberg mit Sohn Paul, Alfons Stratmann, Rainer Oesting und Steffen Heidenreich.Im Bild: Maxi Hase, Karsten Wachsmut, Gariela Meier,Kai Behncke, Silke Meier, Stefan Fockenberg mit Sohn Paul, Alfons Stratmann, Rainer Oesting und Steffen Heidenreich.

Vier Projekte wurden für ihre Arbeit mit dem Klimaschutzpreis ausgezeichnet. Zu den Preisträgern gehören der „Garten für Arten“ von der Familie Fockenberg aus Wellingholzhausen, das Projekt „Blumiges Melle“ von der Vereinigung „Umweltschutz und Lebenshilfe“, der St. Raphael Kindergarten in Altenmelle und die Recycling Fahrradhandlung von Steffen Heidenreich.

„Wenn wir unseren Planeten für die nächsten Generationen lebenswert erhalten wollen, müssen wir alle uns intensiver um die nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft bemühen“, begrüßte die stellvertretende Bürgermeisterin Silke Meier die Gäste und Teilnehmer des diesjährigen Klima- und Umweltschutzpreises. Mit den Auszeichnungen gelte es Leuchtturmprojekte aus der Region zu würdigen, die Vorbildcharakter hätten und zeigen würden, was jeder einzelne seinen kleinen Beitrag leisten kann. Gestiftet wurde das Preisgeld von insgesamt 2500 Euro vom Energieunternehmen Innogy. In der Tochterfirma von RWE sind die zukunftsträchtigen Bereiche des Unternehmens wie Enerneuerbare Energien und Stromnetzbetreibung angesiedelt. „Gerade das ehrenamtliche Engagement geschieht oft im Verborgenen. Umso wichtiger ist uns diese Möglichkeit der Auszeichnung“, betont Rainer Oesting Kommunalbetreuer der Innogy. Zwei von vier Auszeichnungen gingen dabei an ehrenamtliche Projekte.

Insgesamt sieben Bewerbungen habe es gegeben, sodass es der Jury nicht leicht gefallen sei, eine Auswahl zu treffen. Deren Mitglieder setzten sich aus den Stadtvertretern Troben Fuchs, (Umweltbeauftragter), Udo Jakobs-Lüken (Klimaschutzmanager), Jürgen Krämer (Mediensprecher) und Sonja Kinner (Umweltbüro) zusammen. Die vier Preisträger erhielten während der Verleihung die Möglichkeit, ihre Projekte vorzustellen.

„Es ist ein Drama, das aktuell stattfindet“, meint Kai Behncke vom Projekt „Blumiges Melle“. Die Insektenvielfalt gehe stark zurück, daher habe er uns sein Mitstreiter Karsten Wachsmut das Projekt ins Leben gerufen. Sie bepflanzen Areale mit speziellem Saatgut, das verschiedene Samen enthält und so für den größtmöglichen Zeitraum blühende Pflanzen gewährleistet. Dabei sei das Saatgut so teuer wie Goldstaub.

Wie der Name des Projekts bereits verrät, setzt sich auch der „Garten für Arten“ dafür ein die Biodiversität zu erhalten. Mehrere tausend Arbeitsstunden hat die Familie Fockenberg in ihren Garten investiert. „Wenn ich mir meine Umgebung angucke, richten sich die Gärten in der Regel danach, dass sie nur für Menschen, nicht auch für Tiere schön sind. Ich möchte aber, dass es in unserem Garten brummt und zwitschert, sodass auch etwas passiert“, erzählte der Familienvater Stefan Fockenberg. Der Garten versucht, möglichst viele Lebensräume für Tiere zu ermöglichen. Mittlerweile gibt es auch die Möglichkeit, dass Kindergärten und Schulen zu Besuch kommen und den Insekten zum Beispiel in extra präparierten Kästen beim Nisten zugucken können.

Der Fahrradhandel von Steffen Heidenreich hat sich zur Aufgabe gesetzt „Fahrrädern ein zweites, drittes oder viertes Leben zu schenken“, erklärt der gelernte Schlosser. Besonders dankte er seiner Familie, dass er zuhause viele Möglichkeiten habe alte Fahrräder und Erstatzteile zu lagern. Seit 1999 bietet er dieses Geschäftsmodell an. Außerdem kann bei seinem Laden Bioöl gezapft werden. Sinnvoll ist dies, da nahezu jeder Tropfen Öl, der auf die Kette gegeben wird, früher oder später in der Umwelt landet.

Der vierte Preisträger ist der St. Raphael Kindergarten aus Altenmelle, der stellvertretend für die Bildungsarbeit ausgezeichnet wurde, die auch in anderen Kindergärten geleistet wird. Regelmäßig werden Forschtage zu Umweltthemen durchgeführt. Außerdem können die Kinder selber Gemüse anbauen und später verarbeiten.