Jutta Dettmann gewählt Volle Zustimmung für Meller Landtagskandidatin

Von Marek Majewsky

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Mit starkem Rückhalt in den Wahlkampf: Jutta Dettmann (Mitte) zusammen mit Werner Lager und Gerhard Boßmann (von links). Foto: Marek MajewskyMit starkem Rückhalt in den Wahlkampf: Jutta Dettmann (Mitte) zusammen mit Werner Lager und Gerhard Boßmann (von links). Foto: Marek Majewsky

Melle. Bei der SPD-Delegiertenversammlung wurde Jutta Dettmann als Direktkandidatin für den Landtagswahlkampf gewählt. Das starke Ergebnis von 100 Prozent sorgte während der SPD-Versammlung für Jubelstürme. Ebenso war Dettmann sichtlich erfreut, auch wenn im Wahlkampf Herausforderungen auf sie zukommen.

„Ich bin überwältigt, ein solches Ergebnis ist nicht selbstverständlich“, strahlte die frisch gebackene Landtagskandidatin nach der Wahl am Mittwochabend. Die gelernte Erzieherin sieht ihre Stärken vor allem in der Sozial- und Bildungspolitik. Doch die größte Herausforderung für den kommenden Wahlkampf sei es zunächst, die Menschen wieder für Politik zu begeistern und eine möglichst hohe Wahlbeteiligung zu erreichen. „Das kann jedoch nur über Themen funktionieren“, ist Dettmann überzeugt. „Wir müssen außerdem einen starken Gegenpol zu den rechten Strömungen hier im Land setzen, um den Nationalismus aufzubrechen“, ergänzte sie.

Zuvor hatte sie in einer überzeugenden Rede Werbung für ihre Kandidatur gemacht und schwörte die Parteimitglieder auf den Landtagswahlkampf ein. Für die Wahl benötigten die Parteimitglieder ungefähr eine Stunde, sodass die anwesenden Fußballfans noch rechtzeitig das Dortmundspiel einschalten konnten.

Den anstehenden Wahlkampf, betont die Mellerin, sieht sie als Mannschaftsaufgabe. Als leidenschaftliche Tänzerin habe sie schon immer im Team gearbeitet und sei daher überzeugt, dass es nicht sinnvoll wäre, den Kampf um die Wählerstimmen alleine zu führen. Für Januar hoffen die Genossen auch wegen des aktuellen Hochs der Partei auf ein gutes Wahlergebnis. „Dank des ‚Martin-Effekts‘ haben wir seit der vergangenen Kommunalwahl 140 neue Mitglieder im Landkreis gewonnen“, berichtete der Kreisvorsitzende Werner Lager.

Auch Gerhard Boßmann, Vorsitzender der Meller SPD, war schon vor der Verkündung des Erfolgsergebnisses von der Kandidatin überzeugt. Sie sei bodenständig und tief mit der Region verbunden. „Wer Jutta in Melle nicht kennt, geht nicht durch Melle“, so Boßmann. Außerdem könne sie Menschen für sich gewinnen, ergänzte er in seiner Begrüßungsrede. Zudem würde sich der Meller SPD-Vorsitzende freuen, wenn der historische Erfolg gelingen würde, den Wahlkreis für sich zu entscheiden. Laut Dettmann ist es der Partei noch nie gelungen, ein Direktmandat im Wahlkreis 74 zu erlangen. Die Erzieherin sieht sich dieser Aufgabe jedoch gewachsen und betont: „Ich habe auch durch meinen Beruf mein Ohr am Puls der Gesellschaft.“ Durch ihre Ausbildung in Osnabrück habe sie den Bezirk nicht nur aus Meller Sicht kennengelernt.

Das herausragende Ergebnis verdankte Dettmann den 45 Delegierten aus den acht Meller Ortsvereinen, Bad Essen, Hilter-Borgloh, Dissen sowie Bissendorf. Einen kleinen Seitenhieb auf die Unionsparteien konnte sie sich am Abend nicht verkneifen. Viele würden sie fragen, warum sie in der SPD sei, obwohl sie sich seit Jahren in der katholischen Kirche engagiere. Vor allem mit dem christlichen Wert der Nächstenliebe seien aber Solidarität, Gerechtigkeit und Freiheit verbunden. „Mehr als durch das ‚C‘ bei anderen Parteien sind diese Werte im ‚S‘ zu finden“, so die 33-jährige Kandidatin.


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