Die Juniorenjahre sind vorbei Kart: Meller Bergmeier startet in Senior-Klasse

Meine Nachrichten

Um das Thema Melle Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Blickt selbstbewusst in seine Motorsportzukunft: das Meller Karttalent Tamino Bergmeier. Foto: Klaus MichelmannBlickt selbstbewusst in seine Motorsportzukunft: das Meller Karttalent Tamino Bergmeier. Foto: Klaus Michelmann

Melle. Karttalent Tamino Bergmeier aus Melle möchte 2017 seinem großen Ziel, in einem Rennauto zu sitzen, wieder einen Schritt näher kommen. Durch drastische Änderungen der internationalen Motorsport-Lizenzbestimmungen musste der 14-Jährige seine komplette Saisonplanung für 2017 kurzfristig umstellen.

Das Vorjahr war ein gutes für den Meller, der in der Europameisterschaftsserie „Euro Max Challenge“ Platz sechs belegte und somit sein Ziel, unter die Top Zehn zu kommen, souverän erreichte. „Ich habe bei der EM unglaublich viel gelernt. Dieses Jahr wäre es möglich gewesen, um die Podiumsplätze in der Junior-Klasse mitzufahren“, erzählt der junge Pilot.

Wegen Änderungen der internationalen Lizenzbestimmungen durch die FIA, die oberste Sportbehörde im Motorsport, sind die Junioren-Jahre für den Meller nun allerdings früher vorbei als erwartet. So muss Bergmeier in diesem Jahr bereits in der nächsthöheren Senioren-Klasse fahren.

Aber wie es manchmal so ist im Leben, sorgen Veränderungen und neue Herausforderungen auch dafür, dass neue Türen aufgehen. So geschehen, als Teamchef Jacco van Dijk von „JJ Racing“ anrief und Tamino mitteilte, dass er die Möglichkeit bekommt, werksunterstützt die neuen OK-Motoren in der höchsten deutschen Kartserie, der internationalen deutschen Kartmeisterschaft (DKM), zu fahren.

Der Meller brauchte nicht lange zu überlegen und sagte sofort zu. „Die Motoren sind der Hammer, fast genauso schnell wie ein Schaltkart. Die Möglichkeit, mit einem Werk direkt zusammenzuarbeiten, bekommt man nicht so oft. Ich freue mich riesig auf die neue Herausforderung“, erklärt Tamino begeistert.

So ist die Saison 2017 für das Talent nun neu fixiert. Der Meller wird der Rotax treu bleiben und sein zweites Jahr bei der Europameisterschaft in Angriff nehmen, allerdings in der Senior-Klasse. Anfang Februar stand der Wintercup im spanischen Valencia an, wo der Meller sich gleich sehr wohlfühlte und beim Zeittraining auf Platz fünf fuhr. Eins der drei Qualifikationsrennen konnte er sogar gewinnen und sich so für die Finalrennen auf Platz sieben stellen.

Ende März geht es mit dem ersten Meisterschaftslauf in Genk (Belgien) los, gefolgt von Sabris (Frankreich) und Wackersdorf (Deutschland). Das Finale in Castelletto (Italien) macht die Serie komplett.

Die zweite Rennserie wird die DKM sein, wo sich Bergmeier dem internationalen Feld der OK-Klasse stellen wird. Die OK-Elite hatte Ende Januar im italienischen Adria zum Stelldichein geladen. Tamino kehrte mit einem guten Gefühl vom Testwochenende aus Italien zurück. Die Rennen der DKM finden bis auf das Finale, das in Lonato (Italien) abgehalten wird, alle in Deutschland statt, was dem Meller das Reisen erleichtert. Rennstrecken wie Ampfing, Kerpen, Hahn und Wackersdorf sind dem Grönegauer vertraut.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN