Zur Finanzierung des Abiballs Meller Gymnasiasten suchen Raum für Abipartys

Mit dem Abiparty-Komitee sucht Niklas Exner nach einer geeigneten Location für die Feten. Foto: Michael HengeholdMit dem Abiparty-Komitee sucht Niklas Exner nach einer geeigneten Location für die Feten. Foto: Michael Hengehold

Melle. Abipartys zu veranstalten, wird auch immer schwieriger. Der aktuelle Jahrgang zwölf (verkürztes Abi) tut sich schwer, eine passende Location zu finden. Auf dem Hof Albersmann in Eickholt jedenfalls finden keine Partys mehr statt.

Etwa ein Dutzend zukünftige Abiturienten sitzt im Abiparty-Komitee, das 126 Schüler vertritt, berichtet Niklas Exner (18), der zu der Runde gehört. Eine Party haben die Schüler bereits organisiert. Am 16. Dezember wurde im Schützenhaus in Bakum, Heimat der Bürgerschützen, bis in die Morgenstunden gefeiert. „Da passen aber nicht so viele Leute rein“, erklärt Niklas Exner, warum die Schüler sich zwar freuen, dass sie in Bakum wohlgelitten sind, die Location aber trotzdem nicht erste Wahl ist. 140 Feierfreunde folgten der Einladung nach Bakum.

Kosten für den Abiball im Forum senken

Wie viele Partygäste ein Veranstaltungsort aufnehmen kann, ist für die Schüler nämlich nicht ganz unerheblich. Denn bei den Partys geht es nicht nur ums Feiern, sondern auch darum, einen Überschuss zu erzielen, der dann wiederum verwendet wird, um die Kosten für den Abiball im Forum möglichst niedrig halten zu können, die mit kalkulierten knapp 5000 Euro zu Buche schlagen. Die erste Party hat 650 Euro Gewinn gebracht, das Eichhörnchen nährt sich also doch recht mühsam.

Eine zweite Party ist für März geplant, aber noch nicht terminiert und lokalisiert.

Kein Partygewusel mehr

Der Hof Albersmann in Eickholt (südlich von Sondermühlen) kommt jedenfalls nicht mehr infrage. Der Auftrieb der jungen Leute habe ihm immer viel Spaß gemacht, aber auch viel Arbeit, berichtet der inzwischen über 80-jährige Heinrich Albersmann. Von 2006 bis zum Sommer 2013 wurden auf dem Hof Abipartys gefeiert. Doch mittlerweile hat eine neue Generation die Führung übernommen und die möchte kein Partygewusel mehr.

Besoffen auf die Straße gelegt

Zumal die Veranstaltungen der Vergangenheit keineswegs immer stressfrei abliefen. Da gab es durchaus auch handfeste Auseinandersetzungen und Dödelaktionen von betrunkenen Teenagern, die sich besoffen auf die Borgholzhausener Straße stellten oder gar legten. Das führte dann wiederum dazu, dass die Stadt einerseits für die Partydauer das Tempo auf der Straße auf 30 km/h reduzierte und es sogar Überlegungen gab, sie bei Partybetrieb ganz zu sperren. Dazu kam es dann aber nicht mehr, weil keine weiteren Feten veranstaltet wurden.

Auflagen ständig erhöht

Zum anderen wurden die Auflagen für die Abipartys angesichts der Vorfälle ständig erhöht, was die Kosten trieb. So waren zum Schluss sowohl Securitykräfte als auch Sanitäter vor Ort. Aber: „Sollte es Bestrebungen geben, Scheunenfeten erneut auf dem besagten Anwesen auszurichten, wird die Stadt dem sicherlich nicht im Wege stehen“, sagt Mediensprecher Jürgen Krämer auf Anfrage unserer Redaktion.

Location für etwa 400 Gäste gesucht

Für die angehenden Abiturienten käme als Alternative noch der Kotten in Bennien in Betracht, außerdem die „Halle Arena“ gegenüber des ehemaligen Melle-Centers an der Oldendorfer Straße. Gesucht wird eine Location für etwa 400 Gäste. Wer dazu einen Raum oder zum Beispiel eine Scheune zur Verfügung stellen kann, wird gebeten, sich zu melden, das „Meller Kreisblatt“ stellt gerne einen Kontakt her.


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