Engagiert für die Krebsstiftung Detlef Beier für „Mensch Melle“ nominiert

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Die menschliche und psychologische Betreuung von Krebskranken unterstützt Detlef Beier aus Riemsloh mit seinen Projekten. Foto: Norbert WiegandDie menschliche und psychologische Betreuung von Krebskranken unterstützt Detlef Beier aus Riemsloh mit seinen Projekten. Foto: Norbert Wiegand

Riemsloh. Detlef Beier ist Schlagerfan und DJ bei OS Radio 104,8. Er leidet selbst an schwarzem Hautkrebs. Und er hat 2015 eine Freibadparty organisiert. Mit dem gesamten Erlös des Benefiz-Konzertes von 4000 Euro unterstützte er die Osnabrücker Krebshilfe.

Wegen seines unermüdlichen organisatorischen Einsatzes für den guten Zweck haben ihn Musikfreunde aus Riemsloh als Kandidaten für den Bürger-Preis „Mensch Melle 2017“ vorgeschlagen. Sprecherin Terra Meier schreibt in ihrer Begründung: „Er hat sich um alles gekümmert – um Sponsoren, um Künstler, die ohne Gagen aufgetreten sind, um eine Bühne, Essen, Getränke und alles andere. Es war viel Arbeit und er hat alles mit Unterstützung seiner Familie hinbekommen, obwohl er selbst an Krebs erkrankt war.“

Es war Beier gelungen, namhafte Sänger aus der Schlagerszene für kostenlose Auftritte beim Benefiz-Konzert „Musik gegen Krebs – Music saves your Life“ im Juli 2015 im Riemsloher Freibad zu gewinnen. Die Verbindungen zu den Musikern hatte er durch seine Sendungen bei OS Radio 104,8. Dort ist er alle zwei Wochen freitags ab 20 Uhr als „DJ Det“ zu hören. Viele seiner Interview-Partner ließen sich von ihm zur Teilnahme an der Charity-Veranstaltung motivieren. So standen Tina Sona, Kerstin Merlin, Frank Lukas, The Creapers und NEA! auf der Bühne im Riemsloher Freibad.

„King Louie“

Dass er alles alleine gemacht habe, weist Detlef Beier weit von sich: „Denn ohne die ganzen Sponsoren wäre die Veranstaltung nicht zustande gekommen“, weist er auf den Auftrittsort ohne Platzmiete, kostenlose Hotelzimmer für die Musiker in einem Meller Hotel, seine ganze eigene Familie und zahlreiche ehrenamtliche Helfer hin. Auch für Fahrtkosten der Musiker konnten Spender gefunden werden, sodass schließlich die gesamten Eintrittsgelder an die Krebsstiftung gehen konnten.

Der Kranfahrer aus der Schrotthalle des Georgsmarienhütter Stahlwerkes hat sich in seiner Freizeit schon vor seinem Einsatz für die Krebsstiftung ehrenamtlich engagiert: Er war Fußballtrainer, Schiedsrichter und Darsteller auf der Waldbühne, unter anderem als der Affenkönig „King Louie“ in der Dschungelbuch-Aufführung. Zu den Höhepunkten seiner Tätigkeit als Radio-Moderator zählt er seine Interviews mit Max Giesinger und Rea Garvey. Bemerkenswert ist auch, dass der dreifache Echo-Gewinner Joris einen seiner ersten Radio-Auftritte in seiner Newcomer-Sendung bei OS Radio 104,8 hatte.

Detlef Beiers Antrieb, Krebskranken zu helfen, entstand während seines eigenen Klinikaufenthaltes in Münster. „Dort sah ich Kinder, denen die Nasen oder Ohren abgenommen wurden, aber auch Erwachsene, die an ihrer Krankheit verzweifeln“, berichtet er. In dieser Umgebung wurde ihm klar, wie wichtig auch die psychologische und menschliche Betreuung von Krebskranken und deren Angehörigen ist. Kosten für diese enorm wichtigen Hilfen werden größtenteils nicht von den Krankenkassen übernommen. Deshalb unterstützt Detlef Beier die Krebsstiftung Osnabrück, die genau an diesen Lücken ansetzt. Er hat bereits begonnen, für das Frühjahr 2018 das nächste Benefiz-Konzert in Riemsloh vorzubereiten.


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