Skulptur im Grönenbergpark Meller Projekt „Ort der Erinnerung“ dokumentiert

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Stolz auf das Skulpturenprojekt im Grönenbergpark sind alle Beteiligten, einige von ihnen fanden sich am Mittwoch in den BBS zur Vorstellung der Projektbroschüre ein.Stolz auf das Skulpturenprojekt im Grönenbergpark sind alle Beteiligten, einige von ihnen fanden sich am Mittwoch in den BBS zur Vorstellung der Projektbroschüre ein.

Melle. Die Zusammenarbeit des Initiativkreises Stolperstein mit den BBS und dem Heimatverein Melle für das Aufstellen einer Skulptur im Grönenbergpark ist nun in einer Broschüre dokumentiert.

„Nicht schon wieder Nationalsozialismus!“, sei die erste Reaktion der BBS-Schüler gewesen, als er mit dem Projekt angekommen sei, erinnerte Schulleiter Hermann Krüssel am Mittwoch an die Projektanfänge. In einem Klassenraum waren einige Schüler der ehemaligen Klasse 11a zusammengekommen, die an dem Projekt mitgewirkt hatten. Nach der ersten Ablehnung sei das Thema dann aber „ganz anders aufgearbeitet worden als gewohnt und die Begeisterung wuchs“, schob Krüssel nach. Neben den Schülern hatten die Berufsbildenden Schulen den Initiativkreis eingeladen sowie den Heimatverein, der allerdings keinen Vertreter schicken konnte.

Auf dem Marktplatz gibt es schon zu viel

Per Powerpoint-Präsentation ließ Gertrud Remark (BBS) das gesamte Projekt „Ort der Erinnerung“ noch einmal Revue passieren. Vom ersten Gedanken 2014 bis zur Umsetzung im Sommer 2016. Ursprünglich, so erläuterte zwischenzeitlich die Sprecherin des Initiativkreises, Margret Poggemeier, sei eine Gedenktafel auf dem Ratshausplatz angedacht gewesen. „Aber da gibt es schon so viel. Da wäre das untergegangen.“ Mit dem Standort im Grönenbergpark habe die Stadt der Skulptur dann aber „einen sehr guten Platz zugewiesen.“

Schnell habe sich aus der Idee ein Netzwerk entwickelt. Sponsoren kamen hinzu und Betriebe, dadurch wiederum gab es Kontakt zu Statikern und Ingenieuren „und so haben viele große und kleine Hände mitgeholfen“. Einige Tage nach der Übergabefeier habe sie dann eine Schülerin getroffen: „Das war so ein tolles Projekt“, habe die gesagt und so sage der Initiativkreis nun „mit Wehmut adieu“.

„Weil wir nach unserer Meinung gefragt wurden“

Die Schüler wiederum wussten das Projekt zu schätzen, weil sie sich integriert fühlten, „weil auf uns gehört wurde und wir nach unserer Meinung gefragt wurden“, hatten die Klassensprecher der Elften seinerzeit bei der Feier im Grönenbergpark in ihrer Rede gesagt.

Broschüre liegt in den Bürgerbüros aus

Für die BBS war das ganze Projekt ebenfalls ein Gewinn. Verschiedene Fachrichtungen waren beteiligt, etwa die Bautechnik oder der Kunst- und Politikunterricht. „Es war uns immer wichtig, dass die Kooperation sich nicht nur auf das Handwerk beschränkt, sondern auch auf Inhalte“, betonte Schulleiter Krüssel.

Die Broschüre, die in einer Auflage von 500 Exemplaren gedruckt wurde, soll nun an alle Stadtratsmitglieder, den Landrat, alle Sponsoren, alle Meller Schulen und zum Auslegen auch an die Bürgerbüros übergeben werden, um nur einige Adressaten zu nennen.


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