Spendenaktion mit Diakoniestiftung Stromfressern auch in Melle auf der Spur

Heißwasserboiler: Auf die richtige Einstellung kommt es an. Foto: Conny RutschHeißwasserboiler: Auf die richtige Einstellung kommt es an. Foto: Conny Rutsch

Melle. Mit diesem Beitrag wollen wir im Rahmen unserer großen Weihnachtsspendenaktion verdeutlichen, wie konkrete Hilfe der Diakoniestiftung vor Ort aussehen kann. In diesem Fall geht es um individuelle Beratung zum Stromsparen.

Und schon wieder lag ein Brief vom Stromanbieter im Briefkasten. Fast schon scheute sich der Rentner, ihn zu öffnen. Nein, aber feige war er nicht. Er wollte sich ja wohl dem Problem der immer hohen Stromrechnung stellen. Nur reichte sein Geld vorne und hinten nicht. Seine Rente war klein, er kam zwar zurecht, aber unvorhergesehene Kosten ließen ihn schnell in den Minusbereich seines Kontos rutschen. Verzweifelt wandte er sich an das Diakonische Werk. Er hatte von Bekannten gehört, dass er dort Hilfe bekommen könne. Und so war es auch. Die Mitarbeiterin Irina Gärtner kam zu ihm nach Hause und schaute sich die technischen Geräte an, die möglicherweise die hohe Stromrechnung verursachen könnten.

Sie wurde fündig

Und sie wurde fündig. In der älteren Wohnung war ein Boiler unter der Küchenspüle installiert. Jederzeit konnte der Rentner sich am heißen Wasser bedienen. Was er jedoch nicht wusste: Der Boiler heizt per Strom das Wasser beständig, Tag und Nacht. Frau Gärtner machte ihm den Vorschlag, den Boiler erst eine halbe Stunde vor dem Nutzen des heißen Wassers in Betrieb zu nehmen und über Nacht ausgeschaltet zu lassen.

Ebenso erklärte sie dem älteren Herrn die Arbeit des Durchlauferhitzers im Badezimmer. Sie sah, dass der Mischhebel des Wasserhahns auf das rote Warmwassersymbol ausgerichtet war. Nun forderte sie den Rentner auf, sich die Hände zu waschen und genau hinzuhören, was nun passieren würde. Sobald er den Wasserhahn aufdrehte, machte es „Klick“ im Durchlauferhitzer und dieser begann mit Strom das Wasser zu heizen. Ehe das warme Wasser aber zu laufen begann, waren die Hände schon längst gewaschen. Auch hier hatte der ältere Herr den Strom unwissentlich verschwendet. Für ein kurzes Händewaschen reiche schließlich auch kaltes Wasser, erklärte die Diakoniemitarbeiterin. Also ist die Einstellung des Hahns auf das blaue Symbol die richtige. Auch hier sparte der Rentner ab sofort Stromkosten.

35 Euro Ersparnis

Mit der Zählerablesung nach drei Monaten kam die Überraschung: Im Monat waren 35 Euro Stromkosten eingespart worden. Und noch ein nützlicher Nebeneffekt: Bei geringerem Stromgebrauch werden vom Stromanbieter auch die Abschlagszahlungen gesenkt. Unter dem Strich wurde wirksam verhindert, dass der Rentner weiterhin rote Zahlen auf seinem Konto hinnehmen musste. „Wir versuchen Menschen unbürokratisch zu helfen, verfolgen dabei aber wie in diesem Fall das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ erläuterte der Kuratoriumsvorsitzende Heiko Grube die Zielsetzung der Stiftung.

Spendenkonto Diakoniestiftung:

IBAN DE68 2655 2286 0161 1279 23

BIC NOLADE21MEL

Stichwort „Weihnachtshilfe 2016“


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