200 Fahrer trotzen dem Regen Sieger lobt Gesmolder Radcrossrennen um Ludwigsee

Die Fahrer der Hobbyklassen nahmen die 2,8-Kilometer-Runde um den Ludwigsee beim Gesmolder Radcross im Regen in Angriff. Foto: RRG Osnabrück/Heinrich PiperDie Fahrer der Hobbyklassen nahmen die 2,8-Kilometer-Runde um den Ludwigsee beim Gesmolder Radcross im Regen in Angriff. Foto: RRG Osnabrück/Heinrich Piper

Erfreuliche Resonanz und positive Bilanz: 200 Fahrer von den Hobbyklassen bis zur Elite haben am Sonntag beim Gesmolder Radcrossrennen um den Ludwigsee dem Regen und den Hindernissen getrotzt.

Melle. „Die Veranstaltung ist wunderbar gelaufen. Für das tagelange Regenwetter waren die Bodenverhältnisse in Ordnung. Die 2,8-Kilometer-Runde war relativ gut zu nehmen“, bilanzierte Organisator Helmut Philipp von der Radrenn-Gemeinschaft (RRG) Osnabrück, der in der Ü-60-Klasse auch selbst am Start war.

Aus der jahrzehntelangen Erfahrung mit der Ausrichtung von Radsportevents hatte die RRG die richtigen Schlüsse gezogen und in Gesmold bei der Streckenwahl die tiefen Stellen auf den Wiesen gemieden, da diese mit zunehmender Renndauer unpassierbar werden.

Da es allerdings auch noch am Sonntag pünktlich zum Start um 10 Uhr eine Stunde lang kräftig regnete, war die Route alsbald aufgeweicht, laut Philipp allerdings, ohne zu matschig zu werden.

Mit großer Unterstützung durch die Familie Grothaus, die den Campingplatz am See besitzt, war die Strecke im Vorfeld von Laub befreit und der Rasen gemäht worden. „Familie Grothaus stellt uns ihr Areal immer wieder für die Radrennen zur Verfügung, auch wenn die Wiese danach erst einmal ramponiert ist“, dankte Philipp für die Gastfreundschaft.

Gemeinsam mit Till Unland hatte er die Strecke trassiert und Hindernisse eingebaut. „Das Highlight für die Experten war der Wall“, berichtete Philipp. Nach der Abfahrt mussten die Fahrer wieder hinauf. Der RRG-Vorsitzende hatte mit einem Spaten kleine Stufen angelegt, um den Sportlern das Hochlaufen zu erleichtern. „Aber einige Profis sind tatsächlich hochgefahren“, staunte der Organisator. Was tut man nicht alles für schnelle Zeiten.

Sauberes Rad für Wechsel

Einige gute Fahrer hatten gar ein Wechselfahrrad dabei. Nach einer Runde sprangen sie dann auf das saubere Rad, das dreckige wurde von einem Begleiter schnell für die Folgerunde geputzt. Philipp hatte wie viele andere nur ein Rad am Start. „Ich konnte das Rennen gut durchfahren und musste nicht wie schon bei früheren Gelegenheiten zwischendurch stoppen, um den Schlamm von den Bremsen zu kratzen.“

Das im Vergleich zu den Vorjahren größere und hochkarätig zusammengesetzte Teilnehmerfeld war auf die Landesmeisterschaften zurückzuführen, die im Rahmen des sechsten Laufs zum Weser-Ems-Cup 2016/17 ebenfalls ausgetragen wurden. Während der amtierende Deutsche Meister Thomas Hannöver (RSG Lohne-Vechta) zwar gemeldet, aber dann doch nicht am Start war, wurde Europameister Michael Stenzel (KJC Ravensburg) in der Altersklasse „Master 2“ seiner Favoritenrolle gerecht.

Ein Sonderlob für die Gesmolder Veranstaltung gab es von U-23-Nationalfahrer Yannick Gruner (Harvestehuder RSV), dem Sieger des Eliterennens. Auf dieser Strecke könne die RRG ein Rennen zum „Deutschland-Cup“, der bundesweiten Cross-Serie der höchsten Kategorie, austragen, meinte er. „Aber wir halten den Ball flach“, stieg der RRG-Vorsitzende Philipp gleich auf die Bremse. Der Osnabrücker Verein organisiert bereits zwei von insgesamt zehn Veranstaltungen zum Weser-Ems-Cup und sei damit Vorreiter in Niedersachsen. Das Querfeldein-Doppel sei gut machbar; ein Rennen des Deutschland-Cups zu organisieren wäre hingegen zu aufwendig.


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