Uptown Funk im Haus des Gastes Party mit der Jugendkapelle Wellingholzhausen

Von Malte Busch

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Wellingholzhausen. Wer etwas verspricht, muss es auch halten. Mit ihrem Motto „#partyJKW“ versprach die Jugendkapelle Wellingholzhausen einen Abend mit Partystimmung und lieferte diese am Samstag vor allem in der zweiten Konzerthälfte auch ab.

Mit „Beautiful Day“ von U2 stimmte die Kapelle unter der Leitung von Andreas Lux die Zuhörer im Haus des Gastes für das Kommende ein. Die getragenen Strophen und explosionsartigen Einsätze des Refrains machten Lust auf mehr. Nicht ganz dem Motto entsprechend, aber einer Tradition folgend war das zweite Stück des Abends der „Deutschmeister Regimentsmarsch“.

Überleitung zur Minikapelle

Durch das ganze Programm zogen sich locker gestaltete Moderationen von Mitspielern, die nicht nur das nächste Lied, sondern auch ihre Instrumentengruppe vorstellten. So wurden die Harry Potter- und Udo Lindenberg-Medleys in passender Verkleidung angekündigt.

Nach dem rockigen Medley folgte ein spezieller Programmpunkt. Für das Lied „1000 Träume weit“ holte sich die Jugendkapelle den Jugendchor „Young Voices“ dazu. Auch Marieke Eckjahns und Johanna Vogelpohl tauschten ihre Instrumente gegen Handmikrofone ein, um ein gelungenes Duett auf dem Klangteppich der Backgroundsängerinnen und der Kapelle zu performen. Ein sichtlich ergriffenes Publikum honorierte so viel Mut und Aufwand mit gebührendem Applaus.

Mit einem Best Of aus „High School Musical“ leitete die Jugendkapelle zur Minikapelle über, die zum Cheerleader-Song „We’re all in this together“ einmarschierten. Auch diese bewies mit „Rock or bust“ von AC/DC, der Filmmusik zu „Herr der Ringe“ und dem aktuellen Clubhit „This Girl“ (Kungs) Genrevielfalt.

Perfekt auf die Kapelle zugeschnitten

Die erste Hälfte des Konzertes machte bereits gute Laune, war aber im Vergleich zum zweiten Teil „nur“ gut und souverän. Alles funktionierte bisher reibungslos, doch bei Mark Ronsons „Uptown Funk“ als Opener nach der Pause kamen die Musiker noch einmal richtig aus sich heraus und hoben die Laune im Saal auf ein höheres Level. Hier zeigte Dirigent und Arrangeur Andreas Lux, wie sehr er sein Ensemble kennt, denn das Arrangement war perfekt auf die Kapelle zugeschnitten. Die Bässe lieferten ein funkiges Fundament, während die Trompeten die Melodie formten. Querflötenläufe und E-Gitarren-Sound würzten das Ganze ab. Ein weiterer Höhepunkt der zweiten Hälfte war „Angels“ von Robbie Williams. Mit ihrem Saxofonsolo erhielt Johanna Vogelpohl nicht nur ihr zweites Spotlight an diesem Abend, sondern spielte sich verdient zum heimlichen Star des Konzerts. Mit „YMCA“ und der Zugabe „I will survive“ endete das Konzert furios.

„Jugendkapelle: Das bedeutet in erster Linie Nachwuchsarbeit“, erzählten die Vorsitzenden Leon Hölscher und Tim Hackmann in ihrer Moderation. Nachwuchsarbeit, die sichtlich funktioniert. Erfahrene Musiker zogen hier die jüngeren mit, kein Stück war zu schwer, aber auch nicht zu langweilig. Das kann für die nächsten Jahre gern so bleiben.


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