Bei Baumaßnahme der Firma Ruwac Ortsrat Riemsloh will auf Zuruf reagieren

Deutlich vergrößern will sich der Riemsloher Hersteller von Industriesaugern an seinem Standort am östlichen Dorfrand in Waldnähe. Foto: Norbert WiegandDeutlich vergrößern will sich der Riemsloher Hersteller von Industriesaugern an seinem Standort am östlichen Dorfrand in Waldnähe. Foto: Norbert Wiegand

Riemsloh. Nach den Wahlen zum Ortsbürgermeister (Günter Oberschmidt) und seines Stellvertreters (Heiner Thöle) gab es in der konstituierenden Sitzung des Ortsrates Riemsloh auch erste inhaltliche Diskussionen. So ging es unter anderem um den Raum des Heimatvereins und die bereits begonnene Erweiterung der Firma Ruwac.

Einstimmig entschied sich das Stadtteilparlament für einen 500-Euro-Zuschuss für das Renovierungsprojekt des Heimatvereins. Dieser hat die Zusage von der Stadt, dass er die ehemalige Cafeteria der Grundschule als Vereinsraum nutzen kann. In seinem Antrag listet der Verein Materialkosten von 3610 Euro auf.

„Die Stadt und der Heimatverein werden wohl wissen was sie tun“, begründete Gerhard Boßmann (SPD) die Zustimmung seiner Fraktion vor dem Hintergrund so mancher geäußerter Zweifel, ob sich eine teure Sanierung dieses Gebäudes noch lohne. Peter Mittelberg (UWG) ging auf den hohen Anteil an Eigenarbeit des Vereins ein, der für eine finanzielle Unterstützung spreche.

Heiner Thöle (FDP) wies darauf hin, dass Vereinsräume zum Sterben von Gaststätten beitragen, unterstützte aber trotzdem den Antrag. „Der Heimatverein ist nachhaltig und ausdauernd für die Natur und Kultur in unserem Stadtteil im Einsatz“, warb auch Ursula Buermeyer (Grüne) für finanzielle Hilfe durch Ortsratsmittel. Ortsratschef Günter Oberschmidt (CDU) regte an, den renovierten Raum für eine „breitere Öffentlichkeit zugänglich zu machen“.

Kein neuer Arbeitskreis

Peter Mittelberg (UWG) forderte die Bildung eines zusätzlichen Arbeitskreises, der sich nur mit den Baumaßnahmen zur Erweiterung des Unternehmens Ruwac auseinandersetzt. In diesem AK sollten bis zu vier betroffene Anwohner und sachkundige Bürger sitzen. Es gehe darum, alle Beteiligten an einem Tisch zusammenzuführen, damit gegebene Zusagen auch eingehalten werden. Schon gleich zu Beginn der Baumaßnahme sorge nachträglich zugelassener Schwerlastverkehr in den Siedlungen Vicariuskamp und Kamerun für Konfliktpotenzial.

Um eventuelle Konflikte kümmere sich der bestehende AK Bauen, Planen und Umwelt, dort könnten Bürger eingeladen und berechtigten Beschwerden nachgegangen werden – in diesem Sinne äußerten sich Gerd Boßmann (SPD), Ulla Buermeyer (Grüne) und Heiner Thöle (FDP). „Wir brauchen kein eigenes Aufsichtsgremium für eine Baumaßnahme, wir reagieren auf Zuruf“, erklärte Günter Oberschmidt. Mittelberg verzichtete daraufhin auf einen offiziellen Antrag und will im AK Planen, Bauen und Umwelt mitarbeiten.

Per Handschlag

Herbert Brünger, Hans-Gerd Loh und Hildegard Kief wurden einstimmig in den Unterhaltungsverband „Nr. 29 Else“ entsandt. Vor den Wahlen hatte Oberschmidt per Handschlag und Unterschrift die Ortsratsmitglieder über ihre Pflichten belehrt, darunter die neuen Peter Mittelberg (UWG), Hildegard Kief (Grüne), Gerd Boßmann und Daniel Husemann-Möcking (beide SPD), Annette Belke, Frank Aulbert und Heinrich Buddenberg (alle CDU).


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