Mord und Mystery zum Menü Auftakt der „LiteraBuer“ mit Miriam Rademacher

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Sorgte für Mord und Mystery zum Menü: die Osnabrücker Autorin Miriam Rademacher bei der „LiteraBuer“. Foto: Petra RopersSorgte für Mord und Mystery zum Menü: die Osnabrücker Autorin Miriam Rademacher bei der „LiteraBuer“. Foto: Petra Ropers

Melle. Mit Mord, Mystery und einem leckeren Menü nahm die zweite Auflage der „LiteraBuer“ am Mittwoch ihren Auftakt. Die Osnabrücker Autorin Miriam Rademacher präsentierte kurze, aber überaus vielseitige Auszüge aus ihren Werken.

Ihre im Restaurant „Gastwerk“ vorgestellten Romane und Geschichten machen Lust auf mehr. Denn Miriam Rademacher schreibt sich quer durch beinahe alle Genres und würzt ihre Werke dabei mit einer ordentlichen Prise schwarzen Humors. Überraschungen lauern hinter jeder Ecke. Und selbst die Weihnachtszeit ist davor nicht gefeit.

„Ich mag Geschichten, in denen es zum Schluss ein wenig fies oder überraschend wird“, gestand die Autorin am Rande der Veranstaltung schmunzelnd. Das muss auch die Gans erfahren, die sich mutig als Geisel in die Hand des Fuchses begibt. Der ist bereit, sein Amt als Postbote für die Weihnachtswunschbriefe der Stalltiere noch einmal auszuüben, wenn er dafür auf eine fette Mahlzeit hoffen darf.

„Publitzer Preis“

Die Gans wähnt sich in Sicherheit. Schließlich steht auf ihrem eigenen Wunschzettel ihr Überleben ganz oben. Und der Weihnachtsmann ist unzweifelhaft stärker als der Fuchs, glaubt sie. Das Ende der mit dem „Publitzer-Preis“ ausgezeichneten Kurzgeschichte kommt überraschend, ein wenig blutig und reichlich schwarzhumorig daher. An knochentrockenem Humor, kleinen Boshaftigkeiten und überaus lebendigen Charakteren fehlt es auch in Miriam Rademachers jüngstem Kriminalroman nicht.

Wie schon „Der Tanz des Mörders“ greift auch „Die Farben des Mörders“ auf die eigene Erfahrung der Autorin zurück. Denn wie sie selbst war auch ihr Protagonist lange Jahre als Tanzlehrer tätig. Inzwischen hat sich Colin jedoch aufs Land zurückgezogen. Ausgerechnet bei Tanztherapiestunden im Seniorenheim stolpert er förmlich über eine unter Grünabfällen verborgene Leiche. Zusammen mit Pfarrer und Krankenschwester nimmt er die Ermittlungen auf – sehr zur Freude der Zuhörer im „Gastwerk“ für die Spaß und Spannung schon beim kurzen Ausschnitt aus dem Buch ganz dicht beieinander lagen.

Sprachlicher Witz

Denn Miriam Rademacher spielt genussvoll mit ebenso ungewöhnlichen wie plastischen Bilder, mit sprachlichem Witz und humorigen Überraschungen. Ihr Ermittler wider Willen erweist sich dabei als Typ mit Ecken und Kanten, der von seiner Tendenz, überall auf Leichen zu stoßen alles andere als begeistert ist. Begeistert waren dafür die Besucher des ersten „LiteraBuer“-Abends, mit denen Miriam Rademacher zwischen Hauptgang und Dessert auch noch einen Ausflug in die Welt von Fantasy und Mystery unternahm.

Denn irgendetwas lebt „In den Wänden“ des altehrwürdigen Anwesens der Familie Holt. Etwas, das vor Jahren bereits einen kleinen Jungen verschwinden ließ und nun erneut zuschlug. Kann Ada, die neue Miss Marple der Fantasy, dem Geheimnis auf die Spur kommen? Die Liebe zu alten Gemäuern ist Miriam Rademacher sozusagen mit in die Wiege gegeben. Die stand einst in einem kleinen Barockschloss im Emsland. Inzwischen lebt die Autorin in Osnabrück. Und von dort aus folgte sie gerne der Einladung von „ LiteraBuer “-Initiator Bernd Thye ins „Gastwerk“.


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