Über Stock und Abhang Radcrossrennen der RRG am Ludwigsee in Gesmold

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Befreien die Strecke am Ludwigsee von Laub: die Organisatoren Helmut Philipp (links) und Till Unland. Foto: RRG/Heinrich PiperBefreien die Strecke am Ludwigsee von Laub: die Organisatoren Helmut Philipp (links) und Till Unland. Foto: RRG/Heinrich Piper

Am Sonntag, 20. November, veranstaltet die Radrenn-Gemeinschaft (RRG) Osnabrück von 10 bis 15 Uhr wieder ein Radcrossrennen am Ludwigsee in Gesmold.

Melle. Da im Rahmen des sechsten Laufs zum Weser-Ems-Cup 2016/17 auch die niedersächsischen Landesmeister ermittelt werden, ist mit einem hochklassigen Feld zu rechnen. Mehr als 200 Teilnehmer in sieben Rennen von den Hobbyklassen über Schüler bis zur Elite werden erwartet. Mit Thomas Hannöver (RSG Lohne-Vechta) und Michael Stenzel (KJC Ravensburg) werden in der Altersklasse „Master 2“ auch der amtierende Deutsche Meister und der Europameister dabei sein. Die Region wird neben der RRG zum Beispiel durch Fahrer des SSC Dodesheide, des Osnabrücker SC und des TV Bohmte vertreten.

Cross-Termin vorgezogen

In den Vorjahren hat die Veranstaltung in Gesmold an Silvester stattgefunden. In diesem Jahr steigt aber am 31. Dezember im benachbarten Herford ein Rennen zum „Deutschland-Cup Cross“. Wegen der möglichen Konkurrenz haben die RRG-Organisatoren ihr Event vorgezogen und rechnen nun mit mehr Fahrern als 2015. Beim vorherigen Silvester-Querfeldeinrennen hatten die Radsportler mit tiefen, morastigen Streckenabschnitten zu kämpfen. Nun hoffen die Macher trotz ungünstiger Wetterprognosen auf bessere Bodenverhältnisse.

Die circa 2,8 Kilometer lange Strecke führt in Windungen um den See und wird mit einigen künstlichen Hindernissen noch zusätzlich erschwert. Auch zwei Landzungen werden befahren. Der Cross am Ludwigsee ist für Zuschauer vom Zentralgebäude aus sehr gut einsehbar. Dort gibt es auch eine Bewirtung.

„Wir haben die Strecke etwas verlängert, sodass es weniger Überrundungen gibt. Das ist besser für den Rennverlauf“, berichtet Helmut Philipp. Beim Gesmolder Querfeldeinrennen geht es um eine gute Zeit und um Geschick im Gelände. Der Modus: Die Klassenschnellsten legen jeweils eine Rundenzeit vor, die von der Befahrbarkeit des Untergrunds abhängt. Danach bemisst sich angesichts der vorgegebenen Richtzeit die Gesamtrundenzahl aller Konkurrenten.

Unterwegs zwingen quer gelegte Bretter, Sandflächen und steile Anstiege viele Starter immer wieder abzusteigen, das Rad zu schultern und zu laufen, ehe sie zurück auf den Sattel klettern. „Aber man ist schneller, wenn man auf dem Rad bleiben und über die Hindernisse springen kann“, erklärt Philipp. Der Organisator wird in der Klasse „Master 4“ selbst aufs Rad steigen. Seit gut 50 Jahren fährt er Rennen. Crossrennen gehören nicht zur Spezialität des Straßenrennfahrers. „Ich nehme teil, damit ich auch im Winter mal eine Startnummer auf dem Rücken habe und ein Fahrer mehr in die Ergebnisliste kommt“, sagt Philipp schmunzelnd.

In den vergangenen Tagen hat der RRG-Vorsitzende gemeinsam mit Till Unland die Strecke präpariert und mit Flatterband trassiert. Laub und auch Zweige wurden aus der Fahrspur entfernt, damit der Boden darunter besser abtrocknen kann. Zudem ist der Rasen kurzgemäht. Nun hoffen die Organisatoren auf nicht zu viel Regen bis zum Wettkampf.


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