Erster symbolischer Spatenstich Ruwac-Erweiterung in Melle beginnt

Zu roten Schaufeln griffen beim symbolischen ersten Spatenstich: Reinhard Scholz, Günter Oberschmidt, Axel Runge, Anke Radewald, Hartwig Grobe und Architekt Veit Stefener (von links). Foto: Norbert WiegandZu roten Schaufeln griffen beim symbolischen ersten Spatenstich: Reinhard Scholz, Günter Oberschmidt, Axel Runge, Anke Radewald, Hartwig Grobe und Architekt Veit Stefener (von links). Foto: Norbert Wiegand

Melle. Die viel und teils kontrovers diskutierte Vergrößerung des Unternehmens Ruwac in Riemsloh beginnt. Zum symbolischen ersten Spatenstich besuchte Melles Bürgermeister Reinhard Scholz am Freitag den Hersteller von Industriesaugern und Absauganlagen, die weltweit nachgefragt werden.

„Wir müssen schon Paletten bei einem örtlichen Logistik-Unternehmen zwischenlagern“, verdeutlichte Ruwac-Geschäftsführer Axel Runge den „immer dringender werdenden Platzbedarf“. „Ich freue mich, dass es uns nach intensiven Diskussionen gelungen ist, dem international aufgestellten Unternehmen Wachstum zu ermöglichen“, erklärte Reinhard Scholz auf der Baustelle, auf der bereits Bagger mit Erdarbeiten im Einsatz waren.

„Dieses Wachstum tut nicht nur der Firma mit ihren kompetenten und gut ausgebildeten Mitarbeitern gut, sondern auch Riemsloh“, ergänzte Riemslohs Ortsbürgermeister Günter Oberschmidt. Von einem „Vorzeige-Unternehmen“ sprach der städtische Wirtschaftsförderer Hartwig Grobe.

Beim ersten Bauabschnitt entsteht an der Waldallee eine 1600 Quadratmeter große Versandhalle mit Aufenthalts- und Sozialräumen für die Mitarbeiter, im Anschluss wird die Verwaltung an der Westhoyeler Straße deutlich vergrößert. „Insgesamt wird Ruwac hier für die kommenden Jahre mehr als sechs Millionen Euro investieren“, kündigte Axel Runge an. „Weitere Bauabschnitte und weitere Investitionen sollen dann erst in einigen Jahren folgen, wenn die Auswirkungen des Brexits und der Präsidentschaft von Donald Trump klarer einzuschätzen sind“, ergänzte Runge, geschäftsführender Ruwac-Gesellschafter in zweiter Generation.

Industrie-Sauger und Absauganlagen von Ruwac sind weltweit ein Begriff und echte Problemlöser, die für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sorgen. Beispielsweise saugen die in Riemsloh produzierten Geräte explosive Gase in der Chemie-Industrie ab. Die Herstellung der Anlagen erfolgt fast ausschließlich mit Komponenten aus heimischer Fertigung.

„Wir haben in den vergangenen sechs Jahren unseren Umsatz um 50 Prozent gesteigert und eine Produktionsstätte in Thailand eröffnet“, berichtete Runge. Von Riemsloh aus werden Gehäuseteile, Antriebe, Gebläse und andere in Deutschland hergestellte Teile nach Thailand geliefert. Von dort aus bedient Ruwac seinen wichtigen ostasiatischen Markt.

„Immer mehr Kunden aus verschiedenen Branchen beauftragen uns mit der Lösung ihrer individuellen Absaugprobleme, deshalb haben wir alleine in den vergangenen zwei Jahren 15 zusätzliche Stellen in Riemsloh geschaffen“, ging Axel Runge nochmals auf den zunehmenden Platzbedarf des seit 40 Jahren bestehenden Unternehmens ein.

„Wir suchen weiter Verstärkung für unsere derzeit 130 Mitarbeiter umfassende Belegschaft“, ergänzte Prokuristin Anke Radewald. „Teamarbeit über Abteilungen und Hierarchien hinweg ist typisch für Ruwac“, ging die kaufmännische Leiterin auf die Mitarbeiter-Orientierung des Unternehmens ein. In diesem Zusammenhang wies sie auch auf das Fahrrad-Leasing hin, das die Gesundheit der Mitarbeiter fördern soll.


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