Absolute Mehrheit entscheidet die Wahl Kattner-Tschorn bleibt Ortsbürgermeisterin in Oldendorf

Von Christina Wiesmann

Die Ortsspitze in Oldendorf bleibt mit Karin Kattner-Tschorn (links) und Anna-Margaretha Stascheit fest in weiblicher Hand. Foto: Christina WiesmannDie Ortsspitze in Oldendorf bleibt mit Karin Kattner-Tschorn (links) und Anna-Margaretha Stascheit fest in weiblicher Hand. Foto: Christina Wiesmann

Oldendorf. Zu ihrer konstituierenden Sitzung kamen am Donnerstagabend die Mitglieder des Ortsrates Oldendorf im Dorfgemeinschaftshaus in Oberholsten zusammen. Spannender Punkt auf der Tagesordnung: Die Wahl von Ortsbürgermeister und Stellvertreter.

Zunächst wurden im Rahmen der Sitzung drei Ortsratsmitglieder verabschiedet. Peter Bungard, Suzann Johanning, Axel Noruschat und Ulrich Franke verließen das örtliche Gremium. „Ich fand, wir waren ein tolles Team“, betonte Ortsbürgermeisterin Karin Kattner-Tschorn.

Korrekter Ablauf

Peter Bungard, ehemaliger Ortsbürgermeister der mehr als 40 Jahre dabei war, sagte: „Es ist schon ein komisches Gefühl. Aber es war der richtige Schritt, davon bin ich überzeugt.“ Dem neuen Ortsrat wünschte Bungard „ein gutes Händchen und mutige Ideen“. Er erinnerte daran: „Gemeinsam kann man viel erreichen.“

Mit Spannung erwartet wurde die Wahl von Ortsbürgermeister und Stellvertreter. Karl-Heinz Rüffer hatte als neuer Altersvorsitzender ein wachsames Auge auf den korrekten Ablauf der Wahl. SPD/Grüne/UWG schlugen Karin Kattner-Tschorn (SPD) für das Amt der Ortsbürgermeisterin vor. Die CDU/FDP-Fraktion schickte erwartungsgemäß Lars Albertmelcher (CDU) ins Rennen.

In einem Nebenraum gaben die Gremiumsmitglieder ihre Stimmen ab. Das Resultat: Karin Kattner-Tschorn, die das Amt des Ortsvorstehers von Peter Bungard übernommen hatte, erhielt neun Stimmen. Lars Albertmelcher bekam vier Stimmen. „Die absolute Mehrheit hat entschieden“, resümierte Karl-Heinz Rüffer.

Zwei Wahlgänge

Die Wahl zum Stellvertreter musste in zwei Wahlgängen durchgeführt werden. SPD/Grüne/UWG nannten Anna-Margaretha Stascheit (Grüne) als Wunschkandidatin für das Amt der stellvertretenden Ortsbürgermeisterin. CDU/FDP hielten an Lars Albertmelcher fest.

Im ersten Wahlgang erhielt Stascheit sieben Stimmen, sechs entfielen auf Albertmelcher. Der zweite Wahlgang brachte dann Klarheit: Acht Stimmen gab es für Anna-Margaretha Stascheit, fünf für Lars Albertmelcher. „Somit ist Anna die gewählte Stellvertreterin“, stellte Wahlleiter Rüffer fest.

Die Mitglieder des örtlichen Gremiums gratulierten herzlich. „Ich freue mich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit Euch allen“, betonte Karin Kattner-Tschorn, „und ich hoffe, dass wir jetzt Zeit haben, vieles als Team zu bewirken.“


Notizen aus der Versammlung:

Das Ehrenmal in Holsten ist nach Angaben eines Anwohners in schlimmem Zustand. Einige Gedenksteine sind abgebrochen und hängen daneben, das Bürgerbüro weiß Bescheid, aber „es tut sich nichts“.

Die Mitglieder bildeten am Donnerstag Arbeitskreise und verteilten sich entsprechend. Die beiden Landwirte Heinrich Bierbaum und Dieter Sommer wurden Mitglied im Verbandsausschuss des Unterhaltungsverbandes Nr. 29 „Else“.

Lars Albertmelcher regte an, im Rahmen des Arbeitskreises „Dorfgemeinschaft, Integration, flächendeckende Versorgung und Ortspflege“ ein jährliches Bürgertreffen – ähnlich dem Guten Montag in Buer oder der Burstie in Gesmold – ins Leben zu rufen.

Einig sind sich die Ortsratsmitglieder auch, wenn es um den Erhalt und die zukünftige Nutzung der Oldendorfer Sägemühle geht. „Das ist ein wichtiges Thema, dass für die Allgemeinheit auf die Beine gestellt werden muss“, gab Albertmelcher zu bedenken.

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