Industriemechaniker bei Refratechnik Positive Einstellung zur Ausbildung in Buer

Von Marita Kammeier

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Buer. Sefer Imeraj ist einer von sieben Auszubildenden, die bei Refratechnik den Beruf des Industriekeramikers, Fachrichtung Anlagenbau, erlernen. Schon morgens um 6 Uhr erscheint der 19-Jährige gut gelaunt im Betrieb, obwohl er einen anstrengenden Tag vor sich hat.

Wenn der Azubi im dritten Lehrjahr seine Kollegen am Spind trifft, dann dauert es oft nur Sekunden, und alle müssen lachen. Woher kommt diese positive Einstellung? „Morgens schon ein Lächeln im Gesicht, und der Tag wird gut“, sagt Sefer und fügt erklärend hinzu: „Ich freue mich auf die Leute, mit denen ich zusammenarbeite. Nach drei Jahren ist hier keiner fremd. Das ist so ähnlich wie Familie.“

Hobby-Rapper

Sollte der Auszubildende ausnahmsweise mal schlechte Laune haben, dann helfen Hobbys wie Sport, Fitness und Rappen. Doch zurück zum Beruf, denn die Hydraulikpressen und Aufbereitungsanlagen faszinieren den zukünftigen Keramiker jeden Tag neu.

Es sei ein vielseitiger Beruf und erfordere neben Kenntnissen über Brenn- und Produktionsprozesse im Ofenbetrieb auch gute Organisation. Fragen wie „Wo kommt der grüne Wagen mit den ungebrannten Steinen jetzt hin?“ tauchen immer wieder auf. Außerdem sind Kenntnisse über Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie Metall- und Elektrotechnik notwendig.

Sefer geht heute an seinen Arbeitsplatz im Labor. Mit Schutzbrille, Ohrstöpseln und roten Handschuhen entnimmt er an der Nassbohrmaschine Steinproben. Das dient der Kontrolle und Arbeitssicherheit und gehört zu den Standardaufgaben des Lernenden.

Blockunterricht

Von seinen Azubi-Kollegen sind drei beim Blockunterricht in der Berufsschule Höhr-Grenzhausen in Rheinland-Pfalz. Kevin Zipfel, Umut Basbuga und Fatih Azattemür, dessen Großvater bereits als einer der ersten Gastarbeiter bei Burton arbeitete, durchlaufen verschiedene Abteilungen. Dazu gehören die Aufbereitung, Werkstatt, Formerei, Ofenbetrieb/Endbearbeitung, Presswerkzeugbau und –montage und Schlosserei.

An der Hydraulikpresse lernen die Auszubildenden bei Schichtführer Uwe Kühte das Einstellen der Anlage, das Messen der Steine und das Pressdruckverfahren mit einer Kapazität von 1200 Tonnen.

Seit 2013 gehört die frühere Ziegelei zur Refratechnik-Gruppe mit Sitz der Holding in München-Ismaning. Damit ist das Unternehmen weltweit der einzige Anbieter für die komplette feuerfeste Ausstattung von Öfen in der Keramikindustrie. Am Meller Standort mit 240 Mitarbeitern werden 17 Azubis als Industriekaufleute, –mechaniker und Elektroniker ausgebildet.

Übernahme fast garantiert

„Wir bilden in erster Linie für unser Unternehmen aus. Wer sich nicht ganz ungeschickt anstellt, wird anschließend eingestellt“, sagt Kai Thunhorst aus der Personalabteilung. Die Bedingungen für eine Ausbildung bei Refratechnik sind technisches Verständnis sowie gute Noten in Mathematik, Physik und Chemie.

„Wir versuchen, die Azubis zur Selbstständigkeit zu erziehen. Sie sollten in drei Jahren lernen, sich zu organisieren“, erklärt Volker Schindler. Im Betrieb erwartet der Produktionsleiter von den Jugendlichen, dass sie ehrlich, zuverlässig, höflich und teamfähig sind. „Wer Leistungsbereitschaft zeigt, den unterstützen wir nach einigen Jahren Praxis bei der Weiterbildung zum Industriemeister oder Keramiktechniker.“


2 – 4 Azubis für 2017

Die nächste Chance für einen Ausbildungsplatz bei Refratechnik als Industriekeramiker, Fachrichtung Anlagenbau, besteht im August 2017. Bewerbungen an Personalleiterin Anja Schulke unter Personal.ceramics@refra.com. Weitere Informationen unter www.refra.com und www.deine-zukunft-melle.de/ausbildungsberufe.

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