Ziegen sind vermittelt Helfer meldet sich bei Gnadenhof in Buer


Buer/Oldendorf. Der Hilferuf von Silke und Andy Sieckkötter wurde erhört. Nachdem das „Meller Kreisblatt“ über die Not des Paares aus Markendorf berichtet hatte, meldete sich Kai Behnke aus Oldendorf bei den Besitzern des Gnadenhofs „Die Geretteten“. Auch Behncke engagiert sich mit der gemeinnützigen Gesellschaft „Umweltschutz und Lebenshilfe“ für Tiere und die Natur.

Er habe den Sieckkötters angeboten, die beiden Ponys in Obhut zu nehmen, wenn Sieckkötters tatsächlich den Hof in Buer verlassen müssten. Seine gemeinnützige Gesellschaft hat in Oldendorf drei Flächen mit insgesamt über 12000 Quadratmetern gepachtet. Behncke und seine Mitstreiter wollen Blühwiesen anlegen und eventuell weitere Tiere aufnehmen. Drei Schafe, drei Ziegen, zwei Schweine und zwei Ponies leben schon auf dem Areal in der Nähe der Westerhausener Straße. Behncke, der hauptberuflich Programmierer an der Uni ist, weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig es ist, Tiere unterzubringen. „Als wir das gelesen haben, war für uns klar, dass wir den Sieckkötters helfen müssen“, sagt er. Neben den Ponys würde er auch noch die Ziegen aufnehmen. Doch für die Ziegen hat Silke Sieckkötter bereits ein neues Zuhause gefunden.

Ziegen bleiben zusammen

Ein Arbeitskollege ihres Mannes übernimmt die Tiere. „Besser hätten wir es nicht treffen können“, erzählt Silke Sieckkötter. „Die gehen alle elf zusammen nach Holzhausen“, berichtet sie erleichtert. Der Kollege ihres Mannes habe einen Hof und eine große Wiese, die die Ziegen nun in Ruhe abgrasen können. Am Wochenende baut sie mit ihrem Mann und Freunden die Zäune in Markendorf ab, um das neue Zuhause der Ziegen in Holzhausen einzuzäunen. Unter den Helfern sind auch Kai Behnke und einige andere Tierschützer seiner gemeinnützigen Gesellschaft.

Katzen sind die Sorgenkinder

Sorgenkindern sind auf dem Gnadenhof der Sieckkötters nun nur noch die Katzen. 20 der kleinen Tiger leben auf dem Hof. „Die müssen wir unbedingt vermitteln“, stellt Silke Sieckkötter fest. Sie glaubt, dass mögliche Vermieter sich vor allem an den Katzen stören. Dabei hatte sie nie vor, so viele Katzen zu beherbergen. Nachdem sich herumgesprochen hatte, dass Sieckkötters ein großes Herz für Tiere haben, standen plötzlich Kartons mit kleinen Kitten vor der Tür. „Manchmal hingen Stoffbeutel mit Katzen drin an unserem Gartenzaun“, erinnert sie sich. Das war Anfang 2015. Daraufhin hatten Sieckkötters die Idee für ein Katzenhaus entwickelt, mit der streunende Katzen angelockt, gefüttert und später beim Tierarzt kastriert werden sollten. Viele der kleinen Streuner sind jedoch bei Sieckkötters geblieben und suchen nun neue Besitzer.

Berufung im juristischen Streit

Im juristischen Streit mit ihrem Vermieter werden Sieckkötters nun in die nächste Instanz gehen. „Wir werden nächste Woche in Berufung gehen“, erklärt Silke Sieckkötter. Das löst zwar nicht den Streit, verschafft dem Paar aus Buer aber mehr Zeit. „Die Zeit werden wir auch brauchen, um die Tiere zu vermitteln“, meint sie.

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