Kunstrasenplatz eröffnet Gesmold feiert sein neues „Schmuckstück“


Gesmold. Seit der Eröffnungsfeier am Sonntag rollt der Ball im Gesmolder Sportpark an der Else auf Kunstrasen. Der Viktoria-Vorsitzende Johannes Morkötter wies auf die 20 aktiven Fußballteams hin, die diesen Platz von nun an nutzen werden.

„Es ist geschafft“, sprach Morkötter in seiner Ansprache von einem „Meilenstein in der fast 100-jährigen Vereinsgeschichte“. Mit der Eröffnung des Kunstrasenplatzes ende zugleich die Nutzung des vereinseigenen Trainingsplatzes an der Westerhausener Straße. Angesichts des dortigen enormen Verkehrszuwachses war die Überquerung dieser Straße immer mehr zu einem Sicherheitsrisiko für die jungen Sportler des SV Viktoria geworden.

Kunststoff-Laufbahn

Die unvermeidliche Aufgabe dieses Platzes gehörte zu den wesentlichen Argumenten, die den Weg für den Bau des Kunstrasenplatzes ebneten. Morkötter ging auf den Nerven aufreibenden Weg ein, der 2008 mit ersten Gesprächen beim Meller Bürgermeister André Berghegger begann. Der dann 2011 gegründete Initiativkreis konnte im März 2012 den offiziellen Antrag stellen. „Bis 2015 ist es uns gelungen, mit guten Argumenten und Beharrlichkeit alle entscheidenden Gremien zu überzeugen“, blickte der Viktoria-Vorsitzende zurück.

Neben der 400000-Euro-Förderung durch die Stadt und 85000 Euro vom Landes- und Kreissportbund brachte der Verein mehr als 300000 Euro auf. „Das ist ein sagenhaftes Spendenergebnis“, dankte Morkötter allen Spendern und Sponsoren. Dazu habe der enorme ehrenamtliche Einsatz ermöglicht, mit einer zusätzlichen Kunststoff-Laufbahn für die Leichtathleten aus dem Sportpark an der Else ein „wahres Schmuckstück“ zu machen. Morkötters Dank „für sehr konstruktive Zusammenarbeit“ richtete sich auch an die Stadtverwaltung und alle beteiligten politischen Gremien.

Lockere Talkrunde

Auf das wunderschöne Erscheinungsbild der neuen Sportanlage gingen auch die Gäste der lockeren Talkrunde ein, die von Reinhold Kassing moderiert wurde. Melles Bürgermeister Reinhard Scholz betonte das „unglaubliche ehrenamtliche Engagement“ und erinnerte daran, dass ebenso der finanzielle Beitrag der Stadt „eine große Herausforderung“ war. „Das ist ein Glücksmoment, Gesmold hat für dieses Projekt gelebt“, erklärte Michael Weßler. Gesmolds Ortsbürgermeister würdigte auch die Bedeutung des neuen Platzes für den Schulsport. „Gute Sportstätten sind eine Voraussetzung für stabile Mitgliederzahlen und das Weiterbestehen von Sportvereinen“, erläuterte der Kreissportbund-Vorsitzende Hans Wedegärtner.

In einer zweiten Talkrunde blickten vier Vertreter der besonders aktiven Viktorianer – Ansgar Kaller, Dirk Haberland, Andreas Witte und Heinz Hüdepohl - auf die Höhepunkte der Planung, Organisation und Durchführung des Projektes zurück. Alle Talker und Redner betonten die bisherige enorme ehrenamtliche Leistung der Rentnergruppe, die sich künftig mit dem neuen maschinellen Besen um die Pflege des Kunstrasenplatzes kümmern wird. „Kunstrasen macht mehr Arbeit als Naturrasen“, räumte Heinz Hüdepohl mit einer verbreiteten Fehleinschätzung auf.

Großer Einsatz

Als Hans Wedegärtner dem Viktoria-Vorsitzenden Johannes Morkötter für seinen großen Einsatz dankte und Reinhold Kassing ein Erinnerungsgeschenk überreichte, erhoben sich die Gäste der Eröffnungsfeier von ihren Plätzen und applaudierten stehend. Anschließend gab die Blaskapelle Gesmold ein Platzkonzert, bevor die G-Jugend und die C-Juniorinnen zu ihren Einlage-Spielen aufliefen. Das erste Meisterschaftsspiel der 1. Herren des SV Viktoria auf dem neuen Kunstrasen gegen den FC Bissendorf wurde am späten Sonntagnachmittag angepfiffen (siehe Sportseite).


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