Mit Musik und Festrede Melle: SoVD feiert 70-jähriges Bestehen

Von pm

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70 Jahre SoVD Buer: Manfred Lindemann, Peter Gromm, Gerd Großkurt und Marianne Stönner. Foto: SoVD Buer70 Jahre SoVD Buer: Manfred Lindemann, Peter Gromm, Gerd Großkurt und Marianne Stönner. Foto: SoVD Buer

Melle. Sein 70-jähriges Bestehen feierte jetzt der Sozialverband Buer. Dazu hieß Vorsitzender Peter Gromm zahlreiche Mitglieder und Gäste willkommen.

Ortsbürgermeister Wilhelm Hunting überbrachte die Grüße der Stadt sowie vom Ortsrat Buer.

Nach der Begrüßung gab der Posaunenchor unter der Leitung von Gerhard Frenzel sehr gelungene Kostproben seines musikalischen Könnens ab. In seiner Ansprache blickte der Ortsverbandsvorsitzende noch einmal zurück. Bereits der Gründungsname der Organisation „Reichsbund“ lässt erkennen, dass der Sozialverband Deutschland zu den ältesten sozialpolitischen Verbänden in Deutschland zählt, der auf ein jahrzehntelanges Wirken für seine Mitglieder zurückblicken kann. Schon im Jahre 1917, als der Sozialverband Deutschland gegründet wurde, verstand er sich als ein demokratischer und fortschrittlich-sozialer-Interessenverband.

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten war ein Eigenleben des Verbandes nicht mehr möglich.

Um der vollständigen Überführung in eine NS-Organisation zuvor zukommen, wurde der Verband im April 1933 aufgelöst. Viele Funktionäre waren bereits der Verfolgung ausgesetzt.

Erst im November 1946, nachdem die Vorbehalte der Besatzungsmächte gegen Kriegsopferorganisationen ausgeräumt waren, wurde der „Sozialverband Reichsbund“ neu ins Leben gerufen, und die sozialpolitische Arbeit konnte wieder aufgenommen werden.

9000 Mitglieder im Landkreis

Bereits am 01.09.1946 wurde von acht ehemaligen Mitgliedern die Ortsgruppe Buer wieder gegründet. Dazu gehörten unter anderem, Anton Kemenah, Werner Barre, Fritz Niedermeier und Friedrich Kettler. Im Dezember 1957 hatte die Ortsgruppe bereits 216 Mitglieder (heute 240 Mitglieder).

Das 25-jährige Bestehen wurde am 6. November 1971 gefeiert. Im Jahre 1990 verstarb Friedrich Kettler nach mehr als 20 Jahren als 1. Vorsitzender des OV-Buer. Nachfolger wurde Werner Scholle, der 5 Jahre später verstarb. So wurde Gustav Huckriede mit der Leitung betraut und bei den folgenden Neuwahlen zum 1. Vor-sitzenden gewählt. Dieses Amt übte er über 19 Jahre aus.

Auch an den verstorbenen langjährigen Schatzmeister, Peter Dubben, wurde erinnert. Mit 9000 Mitgliedern in Stadt und Landkreis Osnabrück ist der SoVD der mitgliederstärkste Sozialverband.

Regelmäßige Beratung

Über die Arbeit in den Ortsverbänden, die das Fundament sind und bleiben, entwickeln sich Aufgabenbereiche, die wir in Projektgruppen für Mitglieder und Interessierte öffnen wollen. Im Rahmen eines unterhaltsamen Programms wurde den Gästen und Vereinsmitgliedern der Verband, seine Vorhaben und Ziele und einen kleinen Teil der Menschen, die ihn hier in der Region Stadt und Landkreis Osnabrück mitgestalten, vorgestellt. Nach der Kaffeetafel berichtete Kreisvorsitzender Gerd Großkurt in sehr bewegten und nachdenklichen Worten über die Arbeit des SoVD und über einzelne Schicksale aus den früheren und heutigen Jahren des Sozialverbandes. Eine weitere wichtige Säule der Arbeit ist die Beratung im Meller SoVD-Beratungsbüro. Beratung ist ein vertrauliches Geschäft und braucht ein hohes Maß an Lebenserfahrung und mitmenschlicher Qualifikation.

Wenn persönliche Dinge, wie schwere Krankheiten, Behinderung, Trauerfälle in der Familie, Pflegebedürftigkeit etc. auf den Tisch kommen, bedarf es nicht nur kompetenter Qualifikation, sondern auch viel menschlichem Einfühlungsvermögen.

Die Inanspruchnahme unserer Beratung ist in der letzten Zeit merklich gestiegen und als kompetente Informationsstelle anerkannt.

Infos im Internet unter : www.sovd-osnabruecker-land.de und http://t1p.de/SoVD-Buer.

„Wir bringen die Menschen auf Augenhöhe, zu Behörden und Institutionen“ schloss der Kreisvorsitzende seine mit viel Beifall bedachten Ausführungen.

Nach dem offiziellen Teil unterhielt Frank Katzmarek, Zauberer und Comedy-Künstler die Gäste. Martin Gehrmann lud mit seinem Akkordeon zum Abschluss zum Schunkeln, Tanzen und Mitsingen ein. Mit einem Dankeschön des Vorsitzenden OB Buer an die Mitglieder und Gäste und an alle Mitstreiter, die zum Gelingen der 70-Jahrfeier beigetragen haben, ging die Veranstaltung zu Ende.


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