Fotos vom Rock in Neuenkirchen Meller feiern beim Rink-Festival zwei Tage lang mit zwölf Bands

Von Marita Kammeier


Melle. Milde Sommernächte sind wie geschaffen für ein Festival im Freien. 12 Bands aus der Region und Niedersachsen heizten am Wochenende beim fünften „Rock in Neuenkirchen“ (Rink) dem Publikum so richtig ein.

Dabei sah es am Tag vor der Großveranstaltung mit mehreren tausend Besuchern noch ganz anders aus. „Das Aufbauen im Dauerregen war ziemlich anstrengend, und wir waren total erschöpft“, berichtete Jonas Bextermöller, der als einer von zehn Organisatoren beim Rink-Festival inzwischen mit einem Helferteam von mehr als hundert Leuten arbeitet. Bewährt habe sich auch die Kooperation mit anderen Festivalorten wie Veltheim beim Personalaustausch an den Bierbuden.

Autos im Schlamm

Am Freitagabend fuhren fünf Trecker regelmäßig über das vier Hektar große Gelände an der Brinker Straße, um festgefahrene Autos aus dem Schlamm zu ziehen. Das großzügig gestreute Material von zwölf großen Rundstrohballen verhinderte ein Desaster vor der Bühne.

Weitere zehn Trecker transportierten Campingwagen auf den Stoppelacker. Dort erzählten gutgelaunte Freundescliquen wie die aus Spenge: „Wir sind zum vierten Mal hier, und es wird jedes Jahr geiler.“ Mit einsetzender Dunkelheit stieg die Stimmung an den Buden und unter den Pagodenzelten. „Lasst uns Bändchen holen“, riefen die Kinder, während die Zwanzigjährigen bereits stolz das vierte bunte Festivalband am Arm zeigten.

Alle Generationen sind dabei

Alle Generationen waren vertreten: Jugendliche und Familien mit Kindern tanzten und sangen ebenso begeistert mit wie jung gebliebene Senioren. Den Auftakt auf der Bühne übernahmen die einheimischen Bands „Pierre Anhalter“ und die Brüder Aaron, Jonas und Malte von „Isoptera“.

In Ekstaseszenen und Begeisterungsrufe versetzte der smarte Frontsänger Felix Raabe die tanzenden Mädchen, als er mit seiner Rockband „Giant Rooks“ aufspielte.

Adrenalin, Schweiß, Stahl und Rost verströmten die wahnsinnigen Monsterrocker von „Monstagon“ bei ihrer Bühnenshow und dem Hit „Ghostwriters“. Bis weit nach Mitternacht spielten anschließend die Musiker von „Stonerhead“.

Modenschau am Nachmittag

Am Sonnabend begann das Festival ganz entspannt am Nachmittag mit drei Modenschauen der Neuenkirchener Flüchtlingshilfe und Spielen für die Kinder. Den musikalischen Part eröffnete der in Irland geborene Peter Hayes aus Bünde mit Gitarrenmusik. Es folgte die Band „Heile und Kaputt“ mit lyrischen Texten, während „Molaski“ aus Bielefeld die noch vom Vorabend erschöpften Besucher mit

Jazz, Blues und Countrymusik erfreute.

Entspannt und friedlich

„Wir haben noch nie ein so entspanntes, friedliches Festival erlebt“, betonten die Musiker von „Polarfuchs“ aus Gronau. Lebensfreude, freche Sprüche und geile Lachsalven versprühte die Band „Rockers Inc.“. Mit karibischem Esprit spielten die Musiker aus Bielefeld, Jamaika und Mozambique eigene Kompositionen und weckten mit Reggaerhythmen Erinnerungen an Bob Marley.

Musik bis morgens um 7 Uhr

Mit großer Bühnenpräsenz und einer Vielfalt an Instrumenten begeisterte die Ska-Band „Skalinka“ das Publikum bis 2 Uhr morgens. Danach ging es weiter im weißen Zelt mit Elektromusik weiter bis zum Katerfrühstück um 7 Uhr.

Über den friedlichen, reibungslosen Ablauf des Festivals freuten sich neben dem Orgateam auch die Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes und die Polizei.