Zahlreiche Besucher am Bergsiek 2000 Besucher beim Trecker-Treffen in Melle

Von Jonas Hegen


Melle. Bereits zum 13. Mal hat der Verein für historische Landmaschinen Grönegau-Buer zum Trecker-Treffen am Meesdorfer Traktorenmuseum geladen. Rund 200 Zugmaschinen konnten von zahlreichen Schaulustigen bestaunt werden.

So haben sich auch die Brüder Julian und Malte Johann-Krone aus dem nahe gelegenen Hüsede auf dem Weg zum Bergsiek gemacht: „Wir haben uns extra den Trecker vom Opa geliehen. Besonders gerne kommen wir her, um Trecker zu fahren und mit anderen zu fachsimpeln“, sagen die beiden. Auch Trecker-Fan Antonius Schulte mit Enkel Leon ließ sich das Event nicht entgehen. „Es ist einfach toll mit Gleichgesinnten über Landmaschinen zu diskutieren. Außerdem schmeckt der Kuchen hier super“, freut sich Schulte.

Dass die Anreise mit dem Trecker etwas länger als mit dem Auto dauert, würde vielen nichts ausmachen: „Wir haben Aussteller aus Gütersloh oder Tecklenburg, die mit dem Traktor eine mehrstündige Fahrt auf sich nehmen“, sagt der Vorsitzender des Vereins, Eberhard Splete . Viele der Traktorenfreunde reisten sogar mit einem Wohnwagen an, um auf dem extra hergerichteten Gelände zu campen. So auch der gesamte „Alt-Traktoren-Club Herford, der mit jeder Menge guter Laune für eine Festival-Stimmung auf dem Campinggelände sorgte.

Einer der Höhepunkte war am Samstag die Korsofahrt durch das Wiehengebirge, deren Ziel zuvor von Splete geheim gehalten wurde. Kurz vor der Abfahrt wurde das große Geheimnis dann aber doch gelüftet: Bad Essen sollte das Ziel lauten. So machten sich rund 50 Zugmaschinen auf den Weg zum Kirchplatz und genossen eine kurze Ortsführung: „Mehr als 50 Trecker hätten vermutlich auch nicht mehr auf den Kirchplatz gepasst“, witzelt Splete. Am Sonntag sorgte das Schlepper-Geschicklichkeitsfahren für einen weiteren Höhepunkt. Die Gewinner durften sich über passende Preise freuen. „Der erste Preis besteht aus 20 Liter Motoröl. Der zweite und dritte jeweils aus Abschmierfett. Das sind alles Dinge, die der Trecker-Besitzer wirklich gebrauchen kann“, betont Splete.

Auch sonst hatten die rund 2000 Besucher jede Menge zu entdecken. So zum Beispiel die Vorführungen von Bodenbearbeitungsgeräten auf dem Acker oder der Präsentation des Schmiedehandwerkes. In den Museumshallen lockten wiederum viele interessante Stände mit Leckereien und Selbstgebasteltem. Wilfried Quest sorgte mit seinen Trecker-Liedern dafür, dass die kulinarischen Spezialitäten gleich noch besser schmeckten. Für die noch etwas jüngeren Besucher stand das Trecker-Karussell zur Verfügung. So dürfen sich die Trecker-Begeisterten bereits aufs nächste Jahr freuen. Dann wird der Bergsiek wieder beben und die Besucher begeistern.