SFZ bietet Workshop an Meller Kids bauen und programmieren kleine Fahrroboter

Von Michael Hengehold

Die Hilfe eines Coaches suchen Luis (Mitte) und Florian beim Robotics-Workshop in den BBS Melle. Foto: Michael HengeholdDie Hilfe eines Coaches suchen Luis (Mitte) und Florian beim Robotics-Workshop in den BBS Melle. Foto: Michael Hengehold

Melle. Zum Robotics-Workshop hatte das Schüler-Forschungs-Zentrum (SFZ) Osnabrück Kinder und Jugendliche in die BBS Melle eingeladen. Dort konnten die Robofans einen fahrbaren Roboter zusammenbauen und so programmieren, dass er selbstständig Hindernissen ausweicht.

Mathis (11) aus Riemsloh hatte sich schon mal einen Lego-Roboter gewünscht, aber nicht bekommen. Da war der Workshop in den Berufsbildenden Schulen genau das Richtige, um bislang unerfüllte Träume auszuleben, denn auch dort wurde mit Lego gearbeitet. Gemeinsam mit Florian (12, aus Melle-Mitte) und Luis (10, Melle-Mitte) bastelte Mathis an den Einzelteilen herum, die das SFZ zur Verfügung stellt. Wie viele genau das sind, konnte auch Robo-Coach Sebastian Böhm nicht sagen, der allerdings weder ein Cyborg noch ein Roboter ist, sondern beim Zusammenbauen letzterer behilflich. Etwa 100 bis 150, je nachdem, welche Bauweise die Kids anpeilen, berichtet der Coach. Für ihn sind vor allem zwei Sachen beim Robotics-Workshop wichtig: „Dass die Kinder Spaß dabei haben und sich der Herausforderung selber stellen.“

Das Minigefährt eierte etwas planlos rum

Die Herausforderung bestand zum einen aus dem Zusammensetzen des kleinen Lego-Fahrzeugs, zum anderen aus der richtigen Programmierung, die bei dem Trio Florian/Luis/Mathis zunächst noch nicht so richtig funktionieren wollte. Das Minigefährt eierte etwas planlos rum, statt ein Hindernis zu erkennen und selbstständig auszuweichen. Die Jungs bekamen das Problem nach etwas Tüftelei aber in den Griff und ließen ihren Robo sichtlich zufrieden auf dem Boden herumkurven. Ihre eigene Einschätzung, „Wir können mehr als der Durchschnitt, aber nicht so viel wie Experten“, hatte sich mithin bestätigt.

Zeigen, dass nicht nur Jungs so etwas können

Etwas unschlüssig stand mitunter die zwölfjährige Jesscia herum. Den beiden Jungs in ihrem Team gelang es nicht so recht, das Mädel in die Arbeit einzubinden, sie frickelten lieber als Duo. Dabei war Jessica doch mit dem erklärten Ziel zum Workshop gegangen, „zu zeigen, dass nicht nur Jungs so etwas können.“

„Toll wäre es, wenn wir hier ein regelmäßiges Angebot machen könnten“

Vielleicht bekommen die Jungs noch mal eine Chance, sich mehr als Gentlemen zu zeigen. „Wir hatten jetzt 13 Kids hier“, berichtet Workshop-Leiter Klaus Brinkmann, „und das Interesse an einer Fortsetzung ist bei vielen groß. Toll wäre es, wenn wir hier ein regelmäßiges Angebot machen könnten, am besten wöchentlich.“ Das aber sei vor allem eine Frage der Finanzierung.