Zum Jubiläum regnet es erstmals 40 Jahre Johannisfeuer in Melle-Riemsloh

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Frühe Gäste: (von links) Mareike und Christian Krüger, Willi Wißmann, Manfred Blau, Anke Leitersbach, Alexander Lehr und Gundel Gunst. Foto: Jonas HegenFrühe Gäste: (von links) Mareike und Christian Krüger, Willi Wißmann, Manfred Blau, Anke Leitersbach, Alexander Lehr und Gundel Gunst. Foto: Jonas Hegen

jheg Riemsloh. Etwa 35 Leute sind am Samstagabend der Einladung des Heimat- und Verkehrsvereins Riemsloh zum Johannisfeuer am alten Festplatz gefolgt.

jheg Riemsloh. Etwa 35 Leute sind am Samstagabend der Einladung des Heimat- und Verkehrsvereins Riemsloh zum Johannisfeuer am alten Festplatz gefolgt. Obwohl der Wettergott Petrus die Himmelsschleusen weit geöffnet hatte, ließen sich die Riemsloher ihre Feier nicht verderben.

Dank einer festlich hergerichteten Grillhütte konnte jeder seine Bratwurst und sein Kaltgetränk im Trockenen genießen. Lediglich eine Wandergruppe aus Steinbach bei Frankfurt, die eigentlich mit den Riemslohern gemeinsam den Abend verbringen wollte, musste sich völlig durchnässt bereits gegen 18 Uhr dem Regen geschlagen geben und ins trockene Quartier in der Nähe von Bissendorf abreisen.

Der Jüngste ist 4 Jahre alt, der älteste 95

Aus mindestens zwei Gründen sei das diesjährige Johannisfeuer besonders, erläuterte die die Vorsitzende Gundel Gunst vom HVV: „Wir feiern heute bereits das 40-jährige Jubiläum des Johannisfeuers. Doch gleichzeitig ist es das erste Mal in der langen Geschichte, dass es an diesem Festtag regnet. Umso mehr freue ich mich, dass so viele den Weg zu uns gefunden haben.“

Auch der Ehrenvorsitzende Willi Wißmann ließ sich das Feuer trotz des Wetters nicht entgehen. „Das Johannisfeuer hier in Riemsloh hat eine lange Tradition. Auf den damit verbundenen Austausch in einer netten Runde will ich trotz des miesen Wetters ungern verzichten.“ Dem stellvertretenden Vorsitzenden Alexander Lehr gefällt besonders das Zusammenkommen verschiedener Altersgruppen: „Der Jüngste auf dem Fest ist 4 Jahre alt und der älteste 95. Somit verbindet das Feuer mehrere Generationen“. Dem Verein fehle jedoch der ehrenamtliche Nachwuchs: „Viele Bürger wünschen sich, dass manche Dinge verändert werden beziehungsweise so schön erhalten bleiben, wie sie aktuell sind. Doch nur wenige wollen dann auch etwas dafür tun und bleiben inaktiv“, so Lehr weiter.

Mit Mühe entfacht

Das nasse Holz zu einem Feuer zu entfachen gelang den Initiatoren übrigens durch viel Mühe und reichlich zuvor getrockneten Strohballen. Ursprünglich habe das Feuer dazu gedient böse Geister zu vertreiben, erinnert sich Gunst. Heute stünde zwar nicht mehr die Symbolik im Vordergrund, dafür aber das Miteinander. So wurde noch bis spät in die Nacht zusammen gefeiert, geplaudert und gelacht.


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