600 Schüler testen Berufe Lockere Atmosphäre bei Berufsorientierung in Melle

Von Marita Kammeier

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Melle. Den richtigen Ausbildungsplatz finden, das ist für Jugendliche die entscheidende Herausforderung, wenn die Schulzeit zu Ende geht. Erste Kontakte mit Betrieben knüpften sie beim Berufs-Orientierungs-Parcours (BOP) in der BBS.

Wie auf einem großen, bunten Marktplatz streiften Schulgruppen der achten und neunten Klassen aus allen Meller Schulen und der Bissendorfer Oberschule durch die Halle und das Außengelände der Berufsbildenden Schulen. Ihr Ziel lautete: Bei mehr als 40 Ausstellern Einblicke und Informationen sammeln über rund 50 ganz unterschiedliche Berufsprofile.

Geschicklichkeit testen

Wie arbeitet ein Mediengestalter, Landschaftsgärtner, Erzieher, Physiotherapeut, Fluggerätemechaniker, Polizist oder Banker? Die Parcourslotsen Jonas Heggemann und Sanja Orgel, Azubis der Stadtverwaltung, halfen bei der Suche nach den Ständen, wo Auszubildende ihren Alltag im Unternehmen erklärten. Begeistert testeten die Schüler bei Arbeitsproben Geschicklichkeit, logisches Denken, Ausdrucksfähigkeit und Feinmotorik.

„Das macht Spaß. Hier würde ich gern arbeiten“, meinte Joel Ehrens von der Oberschule Neuenkirchen, während er ein filigranes Mosaikpflaster gestaltete. „Das ist sehr gut gelungen“, lobte Landschaftsgärtner Jens Assmann, der jedes Jahr beim BOP über seinen Betrieb informiert. René Sternberg, Auszubildender im zweiten Jahr, informierte: „Dieser Beruf ist kreativ, immer frische Luft, und ich spare Geld für das Fitness-Center.“

Andrang bei der Polizei

„Heute ist der Andrang riesig. Das war noch nie so“, berichtete Polizeipraktikant Marcel Eckstein. Mit einer Gruppe von 30 Jugendlichen musste er in das Außengelände ausweichen, weil am Stand kein Platz war. Eine der zahlreichen Fragen lautete: „Was muss ich tun, um den Einstellungstest bei der Polizei zu bestehen?“

An den anderen Ständen sah es ähnlich aus. Viele Unternehmen wie Teledoor, Flex Punkt, Walkenhorst und Agelith nahmen das erste Mal teil. Die lockere Atmosphäre begeisterte die Schulgruppen. Überall saßen sie und füllten eifrig die umfangreiche Dokumentationsmappe, das sogenannte Laufbuch des Parcours aus. Bereits während der Veranstaltung gab es reichlich Rückmeldungen der Betriebe, Zusagen für Praktika und einen regen Austausch von Kontaktdaten.

40 Ausbildungsberufe

Farbexperimente testete Oberschülerin Celina Timper mit Azubi Celebi, der bei Multi Packaging Solutions den Beruf des Medientechnologen erlernt. „Hallo, was ist die Bundeswehr?“ Diese Frage beantwortete Jessica Wächter, Feldwebel und Praktikantin für Karriereberatung an diesem Tag oft. Außerdem informierte sie über mehr als 40 Ausbildungsberufe in der Bundeswehrverwaltung von medizinischen Angestellten bis zum Fluggerätemechaniker.

Technisches Interesse zeigte die Gymnasiastin Jessica Osing am Stand der Metallinnung, wo Leon Bartels, Auszubildender bei Firma Niemann, Neuenkirchen, die Arbeitsproben anleitete. Bei der Friseurinnung testeten die Schülerinnen Denise und Yasmin ihr Talent bei Lisa und Jana, unter fachmännischer Anleitung der Auszubildenden Anna Katharina.


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