Initiativkreis Stolpersteine freut sich über Ort der Erinnerung Skulptur im Grönenbergpark aufgestellt

Von Christina Wiesmann

Künstler Gerhard Schengber (links) und Margret Poggemeier, Sprecherin des Initiativkreises Stolpersteine (dritte von links) freuen sich mit den Helfernr, dass die Skulptur einen guten Platz im Park bekommt. Foto: Christina WiesmannKünstler Gerhard Schengber (links) und Margret Poggemeier, Sprecherin des Initiativkreises Stolpersteine (dritte von links) freuen sich mit den Helfernr, dass die Skulptur einen guten Platz im Park bekommt. Foto: Christina Wiesmann

Melle. Schweres Gerät rückte am Mittwochvormittag im Grönenbergpark an. Die von Gerhard Schengber entworfene Skulptur, bestehend aus zwei winklig zueinander angeordneten Platten aus Cortehnstahl, wurde ins Fundament am eingelassen.

Schweres Gerät rückte am Mittwochvormittag im Grönenbergpark an. Die von Gerhard Schengber entworfene Skulptur, bestehend aus zwei winklig zueinander angeordneten Platten aus Cortehnstahl, wurde ins Fundament am eingelassen.

Ein Ort der Erinnerung entsteht derzeit im Grönenbergpark. Darin im Mittelpunkt: Eine vom Künstler Gerhard Schengber entworfene Skulptur aus Cortehnstahl.

Diese Skulptur soll an die Opfer des Nationalsozialismus in Melle erinnern. An bekannte Menschen, aber auch an unbekannte, deren Namen in den Archiven nicht zu finden sind und deren Spuren sich irgendwann irgendwo verloren haben. Ihnen soll Ehre und Würde zurückgegeben werden – das ist das Ziel dieses Projektes.

Der Initiativkreis Stolpersteine hat es in Kooperation mit den Berufsbildenden Schulen (BBS) und dem Heimatverein Melle verwirklicht.

Auf einer Platte der Skulptur sind Wörter quadratisch angeordnet. Schüler der BBS haben die Begriffe mit Symbolkraft bestimmt, bei denen die negativen und bedrohlichen Begriffe von positiven Wörtern eingegrenzt werden. Dem Negativen wie Rassismus, Krieg, Vernichtung oder Verzweiflung soll kein Raum gegeben werden.

Der Standort für den Ort der Erinnerung scheint gut gewählt: Eine grüne Ecke am Rande des Parks, im Hintergrund plätschert Wasser, dichte Baumkronen schenken ein natürliches Dach.

„Es ist ein guter Ort gefunden worden, an dem man in sich gehen kann“, sagt der städtische Mediensprecher Jürgen Krämer über die Standortwahl. „Die Stadt hat das Projekt von Beginn an wohlwollend begleitet. Dort kann Erinnerungskultur gelebt werden“, ergänzt Krämer.

Am 8. Juni wird der Ort der Erinnerung um 18 Uhr offiziell mit einer Feierstunde eröffnet.