Bilder von Kim En Joong Berühmter „Maler des Lichts“ stellt in Melle aus

Von Marita Kammeier


Melle. Die farbenprächtigen Bilder von Kim En Joong werfen ihr strahlendes Licht voraus. Beim Aufbau in der St. Matthäus Kirche lag trotz kniffliger Arbeiten Vorfreude in der Luft.

„Maler des Lichts“ wird der in Paris lebende Dominikanerpriester Kim En Joong genannt. Das künstlerische Werk des in Südkorea als Sohn eines Kalligrafen Geborenen wird im Osnabrücker Raum an fünf Ausstellungsorten gezeigt. Weltweit ist der Künstler neben seinen Bildern für die Gestaltung von Glasfenstern für Sakralbauten bekannt.

Glaskunst bewundern

Joong malt seine Entwürfe für Kirchenfenster auf dem Fußboden, während er mit speziellen Pinseln hantiert und kunstvolle Farblinien setzt. Während die Besucher am Pfingstsonntag im Dom zu Osnabrück bereits die Malerei und Glaskunst bewunderten, werden in der St. Matthäus Kirche in Melle noch Bilder aufgehängt, Installationen aufgestellt und Leitungen für die Beleuchtung gelegt.

50 Bilder

Fünf Handwerker arbeiteten konzentriert, um acht großformatige Objekte des Künstlers in der Kirche und weitere 50 Bilder im Kunstverein am Engelgarten harmonisch in Szene zu setzen. „Fünf Zentimeter nach links, jetzt zwei nach Osten“, rief Hubert Ronne den Kollegen zu, die in neun Metern Höhe auf dem Hubsteiger standen. „Wir sind in Waage“, ertönte das Signal von oben, während die etwa neun Meter langen Bildbahnen unter der Kirchenkuppel aufgehängt wurden.

Neuer Glanz

Vor dem Altar steht eine Platte mit einem großen runden Stahlgerüst. In die von Dieter Restemeyer gebaute Konstruktion setzten Stephan Leiwe, Hubert Manke und Michael Haase vorsichtig die kunstvollen Glasfenster ein. „Tote Kirchenfenster erstrahlen so in neuem Glanz. Hier kommen gute Kräfte zusammen“, meinte Barbara Manke. Die Vorsitzende des Kunstvereins sah die Entwürfe Kim En Joongs in der Kathedrale von Aix-en-Provence/Südfrankreich und war sofort begeistert. Der Kontakt entwickelte sich über den französischen Galeristen des Malers.

„Ich habe jedoch nicht daran geglaubt, dass wir die Kunstwerke aus Paris, dem Zentralmassiv und Deutschland zusammenbekommen“, erzählte Manke. Joong arbeitet seit Jahren mit einem deutschen Handwerker aus Taunusstein zusammen.

Permanente Videoaufsicht wird für die Sicherheit der Bilder sorgen. Die Vernissage unter dem Motto „Hommage an das Licht“ wird am 22. Mai um 17 Uhr in der St. Matthäus Kirche eröffnet.

Weiterlesen:

Auch in Osnabrück sind die Werke von Kim En Joong zu sehen.