Warten, bis die Thermik passt Bezirksmeisterschaften im Segelflug in Gerden gestartet



Melle. Am Freitag sind die Bezirksmeisterschaften (BZM) im Segelflug Weser Ems in Melle gestartet. Auf dem Flugplatz „EDXG“ in Gerden warteten aber zunächst rund 25 Piloten auf das optimale Flugwetter.

„Der Samstag wurde neutralisiert“, verrät Gerson Eisbrenner, Pressereferent des Segelfliegerclubs (SFC) Melle Grönegau, der die BZM in diesem Jahr ausrichtet. Bedeutet im Klartext: keine Flüge und keine Punkte für die Piloten. Schuld war das Wetter, denn beständiger Regen prasselte über Gerden herab.

Am Sonntag hingegen sah es für die angereisten Piloten aus einem Umkreis von rund 200 Kilometern schon besser aus. Die Sonne schien und am Mittag wurde der erste Segelflieger zum Testflug von einem Motorflugzeug in den Himmel geschleppt.

Fliegendes Dreieck

In der kleinen Klasse sah die Aufgabe des Tages ein zu fliegendes Dreieck vor. Mit dem Start in Melle sollte es am ersten Eckpunkt über Varloh und am zweiten Eckpunkt über Quakenbrück zurück in Richtung Grönegau gehen. Die Gesamtstrecke von 189,6 Kilometern sollte, so die Aufgabe, mit einer maximalen Flughöhe von 450 Metern zurückgelegt werden.

In der großen Klasse war die Tagesaufgabe ebenfalls ein Dreieck, das geflogen werden musste. Für die Pilotenging es zunächst nach Nordhorn und im zweiten Wendepunkt über die Thülsfelder Talsperre zurück nach Melle. Die Gesamtlänge lag im Durchschnitt bei 250,9 Kilometern.

Dackel macht gute Figur

Auf seinen Start wartete auch Pilot Thomas von der Linde aus Lingen. Seine ASW22 hat eine Flügelspannweite von 26,5 Metern und zählt mit einer Gleitzahl von mehr als 60 Metern zu den Top-Flugzeugen, die aktuell in Gerden am Start sind. Bei optimalen Wetterbedingungen fliegt sein Segelflugzeug bis zu 1000 Kilometer am Stück. Nicht mit darf auf den Flügen in der ASW22 allerdings von der Lindes Dackel Hugo - obwohl der Flug-Dackel im Cockpit eine ziemlich gute Figur macht.

„Die Stimmung hier ist familiär und richtig nett, es ist ein absolutes Miteinander“, freut sich der Lingener Pilot über die Atmosphäre. Gerson Eisbrenner ergänzt: „Die Piloten sind schon eine eingeschworene Truppe, die immer wieder bei Wettbewerben zusammen kommt.“

Ab Mittwoch beginnt auf dem Segelflugplatz in Eicken zudem das Manfred-Krebs-Gedächtnisfliegen (MKF). Dann werden zusätzlich etwa 25 Piloten anreisen und bei guter Thermik vom EDXG zu ihren Aufgaben starten.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN