„Spargel zieht uns in den Bann“ Gedichte mit der ehemaligen Mellerin Heidrun Funke

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Die Autorin und ehemalige Mellerin Heidrun Funke lässt sich gerne von der Natur und dem Grönegau inspirieren. Foto: Christina WiesmannDie Autorin und ehemalige Mellerin Heidrun Funke lässt sich gerne von der Natur und dem Grönegau inspirieren. Foto: Christina Wiesmann

Melle. Zu Gast im Restaurant Lüers im Heimathof war am Donnerstagmittag die Autorin Heidrun Funke. Sie las Geschichte und Gesichte aus eigener Feder, die sich rund um den Spargel, das königlichste aller Gemüse, drehten.

Mitgebracht hatte Heidrun Funke auch wieder eine Geschichte von der allseits beliebten Oma und ihrer speziellen aber ziemlich liebenswürdigen Sippe. „Die habe ich ganz frisch zu Papier gebracht“, berichtete die Autorin über ihr Werk „Oma und die Spargelparty“.

Amüsante Schreibe

Auf herrlich amüsante Weise beschreibt Heidrun Funke darin ein besonderes Spargelessen im Familienkreis, das den zehnjährigen Zwillingen Lilli und Lena das königliche Gemüse schmackhaft machen soll. Der eigens dafür engagierte Sternekoch Marco Ciabatta, ein Freund von Lebensmittelfarbe und internationalen Gaumenfreuden, scheitert jedoch zunächst an einer Damenhandtasche und dann auch noch an Dackel Gottfried. Ein Glück, das Oma patent genug ist und ordentlich Spargel im Haus hat, und das Fiasko gerade noch retten kann.

Passend zu den Geschichten der Autorin gab es Spargel auf den Tisch und wohl alle waren froh, dass der nicht pink gefärbt war, wie der in der Oma-Geschichte.

Wunderschön kam das Gedicht Funkes „Es ist Spargelzeit!“ daher. „Dunkel unter feuchter Erde wächst verborgen er heran, dass er zart und schmackhaft werde – Spargel zieht uns in den Bann“ heißt es darin in der ersten Strophe.

Ruhrpott-Slang

Mit einem silbernen Glitzerhut brachte Heidrun Funke ihre Kabarett-Figur Bertha Teske in den Heimathof. Die hatte wieder allerhand zu berichten, passenderweise drehte sich auch bei ihr alles um „de Spargel un de Grönegau“ und sie hatte beobachtet, dass alle beim Spargelessen ordentlich „gespachtelt ham wie de Präses von Pusemuckel“. In sympathischem Ruhrpott-Slang erzählte Bertha Teske von den neuesten Begebenheiten in Melle und sie machte auch von herrlich amüsanten Geschichten aus der eigenen Familie nicht Halt. So erzählte sie von „unsa Lisbeth un der ihrn Otto“ und den neuen Elektrofahrrädern. Seit die beiden den Kurs „Sicher auf dem Elektrorad“ mitgemacht haben, können sie nämlich immerhin einigermaßen anhalten – zuvor fuhren sie zwei Stunden in der Stadt rum, bis der Akku leer war oder sausten geradewegs in die Rosenbeete, um die Räder zu Stillstand zu bekommen.

Im Herbst wird die Autorin aus dem Sauerland, die zuvor in Melle gelebt hat, für zwei weitere Lesungen nach Melle kommen. Am Freitag, dem 28. Oktober liest sie im Ratssaal des Rathauses Geschichten rund um das Glockenspiel“. Am Montag, den 21. November gibt es eine „Einstimmung in den Advent“ im Heimathof. Weitere Informationen dazu unter www.heidrun-funke.de


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