Literatur- und Musikfest Erstmals Station auf Gut Bruche in Melle

Freuen sich auf das Literatur- und Musikfest: die Gastgeber auf Gut Bruche, Ludwig und Stephanie von Bar, Sarah Bloch (Wege durch das Land), Klaus Wienke (Sparkasse Melle), Sieghart Lerche (Förderverein), Stefan Muhle und Reinhard Scholz. Foto: Marita KammeierFreuen sich auf das Literatur- und Musikfest: die Gastgeber auf Gut Bruche, Ludwig und Stephanie von Bar, Sarah Bloch (Wege durch das Land), Klaus Wienke (Sparkasse Melle), Sieghart Lerche (Förderverein), Stefan Muhle und Reinhard Scholz. Foto: Marita Kammeier

Melle. Das 17. ostwestfälische Literatur- und Musikfest „Wege durch das Land“ führt am 22. Mai erstmals auf das Gut Bruche in Melle mit seiner Verwandtschaft zum Philosophen Georg Friedrich Hegel. Nina Petri und Alexander Khuon werden dort aus Briefen lesen.

„Wege durch das Land“ ist das einzige Festival, das an unterschiedlichen Standorten den Schwerpunkt auf Musik und Literatur legt, immer auf den Spuren der Geschichte und Gegenwart. „Es ist eine Premiere, denn dieses Jahr sind wir zum ersten Mal in Niedersachsen“, erklärte die Organisatorin Sarah Bloch. Diese Saison sei ein Parcours der Mehrstimmigkeit und thematisiere das Verhältnis von Mensch zu Natur.

Elegante Barockanlage

Von den 19 Veranstaltungsorten ist Gut Bruche mit seiner eleganten Barockanlage und der mittelalterlichen Hofanlage aus dem 13. Jahrhundert einer. „Wir haben schon vor langer Zeit aus der westfälischen Nachbarschaft von dem Festival gehört und uns immer wieder um eine Teilnahme bemüht“, erzählten die Gastgeber Stephanie und Ludwig von Bar, die gemeinsam mit der Sparkassenstiftung als Sponsoren agieren. Darüber, dass es gelungen ist, eine der Lesungen in das Osnabrücker Land zu holen, freuten sich während der Vorstellung des Programms auch Bürgermeister Reinhard Scholz und 1. Kreisrat Stefan Muhle.

Raritäten von Hegel

Raritäten, wie Schriften, Briefe an seine Frau Marie und eine Büste erinnern auf Gut Bruche an den Vorfahr Georg Friedrich Wilhelm Hegel. Seine Person und Ideale werden denn auch im Mittelpunkt der humorvollen Lesung der renommierten Film- und Theaterschauspieler Nina Petri und Alexander Khuon stehen. Die in Paris lebende Autorin Anne Weber hat sich mit der Geschichte ihres Urgroßvaters beschäftigt und wird aus ihrem Zeitreisetagebuch „Ahnen“ lesen.

Musikalische Höhepunkte erwartet die Besucher der Matinee mit Kompositionen aus drei verschiedenen Jahrhunderten von Johann Sebastian Bach, Maurice Ravel und Jörg Widmann. Der deutsch-französische Cellist Nicolas Altstaedt wird sein musikalisches Können vorführen. Der finnische Violinist Pekka Kuusisto wird auf einem Instrument von Giovanni Battista Guadagnini aus dem Jahr 1752 spielen.


0 Kommentare