Sängervereinigung spielt Komödie Morgens Fango, abends Tango in Oldendorf

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Oldendorf. „Geht die Katze, tanzen die Mäuse“ – mit dieser Komödie in drei Akten begeistert die Theatergruppe der Sängervereinigung Westerhausen aktuell das Publikum im Gasthaus Wiesehahn.

Mal ehrlich: So eine Frau wie die Erika (Anke Köhler) ist schon eine echte Herausforderung. Zumindest für ihren Gatten Detlef (Günter Schimweg) mimt sie die Gewitterhexe und Kontrollfanatikerin par excellence.

Schwarze Unterhosen sind frivol

Knüppeldicke kommt es, als Erika wegen ihrer gebrochenen Hüfte zur Kur fährt. Für alle Eventualitäten gewappnet, lässt sich Erika von Freundin und Ladenbesitzerin Johanna (Jasmin Placke) extra für die Kur schicke Unterhosen besorgen. Klar, dass die eiserne Jungfrau Klothilde (Antje Placke) sich einen Kommentar dazu nicht verkneifen kann. „In deinem Alter schwarze Unterhosen? Erika, das ist frivol!“ So oder so hat Klothilde den Sinn einer Kur erkannt und weiß: Da gibt es morgens Fango, abends Tango. Über Kurschatten, Beistellbetten und Liebesgeflüster hat sie einiges gehört: „Man weiß doch, wie es da abgeht!“ Die gute Klothilde soll schließlich auf Detlef aufpassen. „Der Detlef war doch noch nie drei Wochen alleine und unbeaufsichtigt“, hat Gemahlin Erika pflichtbewusst festgestellt.

Tohuwabohu um Barbesuche

Doch Klothildes Pläne, sich in dieser Zeit an Detlef ranzumachen, werden von ebendiesem und seinem Kumpel Eberhard (Jörg Koppe) zunichte gemacht. Auch Detlefs Vater Kurt (Eduard Meyer zu Eißen) und Sohn Hannes (Kai Möllering), die beide plötzlich und rein zufällig auf der Matte stehen, spielen in dem Tohuwabohu um die Bar- oder Opernbesuche in der „Zauberflöte“ eine Rolle. Barfrau Pussi (Ramona Schimweg) und Kurts Liebschaft Hedwig (Irene Skibbe) aus dem Altersheim machen das kuriose Chaos schließlich perfekt. Als dann entgegen aller Erwartungen auch Erika mit einem donnernden „Jetzt ist aber Ruhe hier!“ in das heimische Chaos hineinplatzt, ist guter Rat am Ende des zweiten Akts teuer. Oder etwa nicht?

Stück lange in Erinnerung halten

Opa Kurt, der immerhin stramm auf die 90 zugeht, wollte doch eigentlich „nur auf die Pirsch, Eulen fangen“. Klothilde, mit Waldpilzsüppchen und Brötchentüte bewaffnet, die Waffen einer Frau an „Opfer“ Detlef testen. Ihren Männerabend in der „Zauberflöte“ werden die Herren, allen voran Detlef, auch nicht so schnell vergessen. Und auch das Publikum wird dieses lustige Stück lange in Erinnerung behalten. Denn der Zauber in allen drei Akten ging wahrlich nicht flöten.


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