Ausstellung eröffnet Exponate zu Hintergründen von Migration in der BBS Melle

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Olaf Cramm vom DGB zeigte Schülern der BBS in Melle die Flüchtlingsrouten. Foto: Luisa SpanierOlaf Cramm vom DGB zeigte Schülern der BBS in Melle die Flüchtlingsrouten. Foto: Luisa Spanier

Melle. Über Migration, Fluchtwege und Fluchtursachen, insbesondere in Europa, informiert jetzt die BBS Melle mit einer neuen Ausstellung „Asyl ist Menschenrecht“ im Foyer.

„Jeden Tag sehen wir neue erschreckende Nachrichten von Schutzsuchenden, die ins vermeintlich sichere Deutschland kommen – erst jüngst die Geschehnisse in Clausnitz. Das Thema Flüchtlinge bleibt sehr aktuell.“, verkündet Stellvertreter der Schulleitung der BBS Claus Dötzer. Um ihre Schüler und andere Interessierte jetzt einmal umfassend über das Thema zu informieren, erzählen 26 Plakate im Rahmen einer Ausstellung des DGB über die Hintergründe von Migration : Warum müssen Menschen ihre Heimat verlassen? Woher kommen die meisten Flüchtlinge und in welche Länder fliehen sie?

Thema im Politikunterricht

Was schon lange ein Thema in den Nachrichten ist, geht auch am Politikunterricht der Schule nicht vorüber: Dabei ist es den Lehrern der BBS ein Anliegen, dass die jungen Schüler und Auszubildenden sich über verschiedene Quellen informieren, um sich eine eigenständige Meinung bilden zu können. Die Ausstellung sei dafür ein guter Baustein.

Auch soll mehr Aufklärung dazu beitragen, irrationalen Ängsten entgegen zu wirken: „Wir müssen die Realität sehen: Bei dieser Flucht geht es in erster Linie um Menschen, vor denen wir keine Angst zu haben brauchen“, erklärte Olaf Cramm vom DGB eindringlich.

Fragen zu Asylrecht

Interessiert stellten die Schüler ihm einige - auch kritische - Fragen zu Asylrecht, „Wirtschaftsflüchtlingen“ und Ausbildungsmöglichkeiten für Geflohene in Deutschland. Besonders betroffen zeigte sich auch Lehramtsstudentin und Praktikantin an der BBS, Nur Abdu, die selbst 2001 mit ihrer Familie vor ethnischer Verfolgung aus dem Irak nach Deutschland fliehen musste (wir berichteten).

Die Tatsache, dass die BBS inzwischen auch etwa 60 jugendliche Flüchtlinge in Sprach-und Integrationsklassen betreut und unterrichtet, gibt der Ausstellung eine besondere Relevanz.

Noch etwa drei Wochen, bis zu den Osterferien, kann die Ausstellung noch im Foyer der Schule begutachtet werden, auch außerschulische Besucher sind willkommen.


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