Junge Forscher untersuchen Meller Gymnasiasten beim Wettbewerb „Jugend forscht“

Von Petra Ropers

Vorsicht bei eingecremten Händen: Vor allem Seide reagiert auf Sonnencreme schnell allergisch, fanden Michael Heise, Allessandro Haase und Sina Ebert heraus. Foto: Petra RopersVorsicht bei eingecremten Händen: Vor allem Seide reagiert auf Sonnencreme schnell allergisch, fanden Michael Heise, Allessandro Haase und Sina Ebert heraus. Foto: Petra Ropers

Melle. Einfach das Richtige essen, und schon werden die Klausurnoten besser? Ganz so einfach ist es natürlich nicht. Einen gewissen Zusammenhang gibt es aber schon. Das stellten Schüler des Gymnasiums in ihrem Projekt für „Jugend forscht“ fest.

Rund zehn Schülergruppen präsentieren derzeit in Hannover ihre Projekte für den Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ . Die Vorbereitungen in einer AG der Mittelstufe und erstmals auch in einem Seminarfach der Oberstufe währen bereits das ganze Halbjahr lang. Schließlich erfolgt die Forschungsarbeit vollständig in Eigenregie.

Schlaf hat Einfluss

Dem Zusammenhang von Ernährung und schulischer Leistung widmeten sich dabei Jan-Kirstof Blömke, Moritz Bäunker und Kevin Timpe. Ihre Probanden ernährten sich jeweils zwei Tage lang vollwertig, vegetarisch und vegan, um im Anschluss unter Zeitdruck einen einfachen Mathetest zu absolvieren. Das Ergebnis: Nach der vollwertigen Ernährung fielen die Ergebnisse am besten aus. Auch der Schlaf hat einen Einfluss auf die schulische Leistung, wies Jannik Bräuer nach.

Die Gymnasiasten widmeten sich unterdessen auch Fragestellungen, die im schulischen Umfeld nicht ganz so nahe liegen: Ein Tennisball, der mit Topspin geschlagen wird, erreicht eine größere Flughöhe, fällt dann aber steil zu Boden. Magnus-Effekt nennt sich das Phänomen, das durch unterschiedlich schnelle Luftströmungen auf rotierende, runde Körper wirkt. Fabian Costa, Niklas Müller und Vincent Feldmann untersuchten den Effekt mit Hilfe eines Versuchsaufbaus aus Styroporzylindern in einem Gestell aus Lego Technik.

Wirkung von Sonnencremes

Dabei fanden sie heraus: Die Auftriebs- oder Abtriebskräfte, die – je nach Rotationsrichtung – auf den Zylinder wirken, verändern messbar das Gewicht dieses Körpers. Die Vorteile sehen die drei Schüler unter anderem im Flettner-Rotor: Er könnte das Gewicht schwerer Containerschiffe mindern und diese förmlich über das Wasser segeln lassen.

Die Hände voller Sonnencreme, einmal ans Auto gefasst und dann nach Stunden in praller Sonne die böse Überraschung: Der Lack hat Schaden genommen. Das Urlaubserlebnis verwandelten Allessandro Haase, Michael Heise und Sina Ebert in eine Untersuchung über die Auswirkungen von Sonnencremes auf unterschiedliche Materialien.

Geschützt vor UV-Strahlung

Den nächsten Urlaub haben auch Charlotte Meyran, Jessica Osing und Susanne Lübker im Auge: Sind Schwimmer unter Wasser besser vor UV-Strahlung geschützt? Ihr Experiment erteilt dieser Hoffnung eine klare Absage. Sie fanden zudem heraus, dass die UV-Strahlung in Salzwasser geringfügig höher ist als in Süßwasser. Lässt sich Kompost als Energiequelle nutzen? Lassen sich Pflanzen durch Elektrizität zu stärkerem Wachstum oder anregen? Und wie wirken sich Wasser, Reibung und Gewicht auf die Spielbarkeit eines Fußballs aus? Spannende Fragestellungen beschäftigten die Gymnasiasten, die nun in Hannover auf eine Fahrkarte zum Landeswettbewerb hoffen.