Hannover entscheidet bald Flurbereinigung Melle in den Startlöchern

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Abstimmung über die Flurbereinigung: Karin Lürver (Amt für regionale Landesentwicklung), Thomas Große-Johannböcke, Friedrich Völler (Dezernatsteilleiter) und Christof Diekmann, Vorsitzender des Arbeitskreises Flurbereinigung bei der Auszählung der Stimmen. Archivfoto: StadtverwaltungAbstimmung über die Flurbereinigung: Karin Lürver (Amt für regionale Landesentwicklung), Thomas Große-Johannböcke, Friedrich Völler (Dezernatsteilleiter) und Christof Diekmann, Vorsitzender des Arbeitskreises Flurbereinigung bei der Auszählung der Stimmen. Archivfoto: Stadtverwaltung

Melle. Noch in diesem Quartal ist eine Entscheidung aus Hannover über das Flurbereinigungsverfahren in Gesmold und Wellingholzhausen zu erwarten. Das teile Tiefbauamtsleiter Thomas Große-Johannböcke in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planen und Stadtentwicklung mit.

Es ist ein langwieriges Verfahren, das zum Schutz der Bürger und der Umwelt eingeleitet werden soll. Von einem Zeitraum von diesem Jahr bis 2026 soll die ökologische Ausrichtung erfolgen, wobei das Verfahrensgebiet im Wesentlichen den Bereich zwischen der A30 und der Landesstraße 95 mit den Ortschaften Dratum, Ausbergen, Uhlenberg, Wennigsen und Westberghöfen sowie kleinere Bereiche in Himmern und Peingdorf umfasst.

Auf Nachfrage von George Trenkler teilte Thomas Große-Johannböcke mit, dass die Stadt das Verfahren mittlerweile beim Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) angemeldet habe. Die Unterlagen werden nun dort überprüft und an die Landesregierung weitergeleitet. Mit einer Entscheidung über die Freigabe sei noch in diesem Quartal zu rechnen.

Dabei geht es nicht nur den Umwelt- und Naturschutz, sondern auch um viel Geld. So sind erhebliche Investitionen erforderlich, um das Verfahren voranzubringen und die einzelnen Konzepte umzusetzen. Demnach sollen allein 1,4 Millionen Euro in den Wegebau fließen, 150000 Euro für die Planinstandsetzung, rund 132000 Euro für die Landschaftspflege und Gewässerbau sowie 275000 für Vermessung, Verwaltung und Entschädigungen. Die geplanten Maßnahmen können nach den Richtlinien mit ungefähr 70 Prozent von der EU und dem Land gefördert werden.

Im vergangenen Sommer hatte sich der Stadtrat für das Verfahren ausgesprochen. Breite Zustimmung gab es auch von den betroffenen Landwirten. Mit einer Zweidrittel-Mehrheit votierten die Grundeigentümer für das weitere Verfahren. Damit war das Amt für regionale Landesentwicklung mehr als zufrieden: Die Landwirte hätten ein positives Signal gesetzt, auf das die beteiligten Behörden nun aufbauen könnten.

Folgt nun auch Hannover dieser Marschrichtung, könne alsbald mit den Grundstücksverhandlungen begonnen werden: „Einige Landwirte haben sich bereits gemeldet, um Flächen anzubieten,“ erklärte Thomas Große-Johannböcke in der Sitzung.


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