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15.01.2016, 14:57 Uhr KOMMENTAR

Eine Chance für beide Seiten

Kommentar von Kirsten Muck

In Sprachkursen an den Berufsbildenden Schulen lernen jugendliche Flüchtlinge Deutsch. Foto: Kirsten MuckIn Sprachkursen an den Berufsbildenden Schulen lernen jugendliche Flüchtlinge Deutsch. Foto: Kirsten Muck

Melle. An den Berufsbildenden Schulen in Melle gibt es neuerdings Sprach- und Integrationskurse für jugendliche Flüchtlinge. Zwei Klassen gibt es bereits mit 32 Schülern. Eine weitere Klasse ist in Planung. Warum diese Kurse an der BBS für Melle ein Glücksfall sind.

Die Sorge der Menschen, dass die Integration der Flüchtlinge nicht gelingt, ist angesichts der Erfahrungen der letzten Jahrzehnte nicht unbegründet. Doch wer die Jugendlichen im Sprachkurs der BBS kennenlernt, wird diese Sorge schnell vergessen. Der Ehrgeiz der jungen Männer und Frauen ist groß. Sie wollen in Melle Fuß fassen und sich eine eigene Zukunft fernab der Kriege in ihren Heimatländern aufbauen.

Die Sprach- und Integrationskurse an den BBS sind in doppelter Hinsicht ein Glücksfall für Melle: Denn die Jugendlichen lernen nicht nur die Sprache, sondern auch das deutsche Ausbildungssystem kennen. Wer noch keinen Schulabschluss hat, kann ihn dort nachmachen. Wer eine Ausbildung beginnen möchte, findet dort sicherlich etwas Passendes. Und der enge Kontakt zu Unternehmen und Handwerksbetrieben ermöglicht Einsichten in Berufsfelder, die den Flüchtlingen in anderen Sprach- und Integrationskursen verwehrt bleibt. Daraus sollten sich jede Menge Chancen ergeben – für die Flüchtlinge und für die Betriebe. Der Anfang einer guten Integrationsarbeit ist also gemacht.


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