Testländerspiel mit Brisanz Badminton: Deutsche und Franzosen auch EM-Gegner

Will auf den EM-Zug
              aufspringen: Nationalspielerin Luise Heim wird in Melle eines der drei Einzel bestreiten. Foto: SimlaWill auf den EM-Zug aufspringen: Nationalspielerin Luise Heim wird in Melle eines der drei Einzel bestreiten. Foto: Simla

pm/hedi Melle. Das EM-Vorbereitungsländerspiel der Badminton-Frauen aus Deutschland und Frankreich am 11. Februar in Melle war kurzzeitig von einer Absage bedroht. Doch der Vergleich wird stattfinden.

Das Länderspiel stand zwischenzeitlich auf der Kippe, da die inzwischen vorgenommene Auslosung der Vorrundengruppen bei der Team-EM vom 16. bis 21. Februar im russischen Kasan Deutschland und Frankreich in Gruppe 3 zusammengeführt hat. Beide Teams treffen auch noch direkt im ersten Gruppenspiel am 16. Februar aufeinander.

Es hat mittlerweile jedoch ein klärendes Gespräch zwischen den Verantwortlichen im französischen Badminton-Verband und Sportdirektor Martin Kranitz vom Deutschen Badminton-Verband (DBV) gegeben. Das berichten die Ausrichter in einer Pressemitteilung.

Frankreich hält Wort

Kranitz erklärt: „Eine Absage wäre für alle Beteiligten eine Katastrophe gewesen. Die organisatorischen Vorbereitungen sowohl bei den Veranstaltern in Melle wie auch die verbandsinternen Maßnahmen waren schon zu weit fortgeschritten. Glücklicherweise stehen die Franzosen zu ihrer Zusage.“

Zu Frankreich und Deutschland sind der EM-Vorrundengruppe 3 noch das Top-Team England und auch Wales zugelost worden. DBC-Sportdirektor Martin Kranitz spricht von einer „Todesgruppe“. Aus jeder der fünf Vorrundengruppen kommen der Gruppensieger und die drei besten Gruppenzweiten ins EM-Viertelfinale. Bei den zu erwartenden knappen Gruppenergebnissen ist somit nicht einmal ein eventueller zweiter Gruppenplatz ein Garant für das Erreichen des Viertelfinales, da in anderen Gruppen deutlichere Ergebnisse erwartet werden können. „Das EM-Vorbereitungsspiel in Melle bekommt in der aktuellen Konstellation eine enorme Wichtigkeit und Brisanz“, betont Kranitz. Jeder wolle mit einem Sieg im Rücken zur EM reisen und dann mit einer gehörigen Portion Motivation zum ersten Gruppenspiel antreten. „Als Zuschauer kann man sich nichts Besseres wünschen.“

Großes Aufatmen bei der Ausrichtergemeinschaft SC Melle und Heinz Bußmann von der Sportmarketing-Agentur AEP. „Eine Absage wäre fatal gewesen. Der Vorverkauf ist in vollem Gange und läuft richtig gut. Wir freuen uns, dass jetzt eine klare Zusage vorliegt“, erklärt Bußmann. Weil die Tribüne mit ihren 250 bis 300 Sitz- und Stehplätzen in den nächsten Tagen so gut wie gefüllt sein wird, möchte die Ausrichtergemeinschaft die Sitzplatzkapazität in der Sporthalle Haferstraße erhöhen. „Wir werden an den zwei Spielfeldern Zusatzsitzplätze aufbauen“, so Bußmann. Der Zuschauer kann dann Spitzen-Badminton hautnah erleben, denn er sitzt nur zwei Meter vom Feld entfernt.

Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, beim „Meller Kreisblatt“ und in der Geschäftsstelle des SC Melle, Kohlbrink 14.


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