„BA ist in der Branche etabliert“ „Come Together“ an Berufsakademie Holztechnik Melle

Hielt die Festrede: Claus-Dieter Brinkmann. Foto: Sina ProphetHielt die Festrede: Claus-Dieter Brinkmann. Foto: Sina Prophet

Melle. Mit einem „Come Together“ feierten zum Jahresausklang ehemalige Studenten aus zwölf Jahrgängen und die Mitglieder des Trägervereins Berufsakademie (BA) Holztechnik Melle das 15-jährige Bestehen des Vereins.

Das Ziel der Eigenakkreditierung der BA Melle wurde vom Vereinsvorsitzenden Claus-Dieter Brinkmann erstmals öffentlich genannt. Die BA Melle möchte dadurch künftig auch den international anerkannten „Bachelor of Engineering“ in Melle vergeben. Bislang erhalten erfolgreiche Absolventen den Abschluss Ingenieur Holztechnik (BA).

Stadt ist Mitglied

Zu der Feier in der Akademie waren zahlreiche Gäste gekommen. Vorsitzender Claus-Dieter Brinkmann, Geschäftsführer der bmu Brinkmann Möbelelemente Ummantelungswerke in Hörstel, erinnerte in seiner Begrüßung an die Gründungsversammlung im Jahr 2000 und den ersten Direktor Jürgen Kipsieker. Zwölf junge Männer und eine Frau begannen schon wenige Monate nach der Vereinsgründung ihr Studium am 1. August 2001, das von den jeweiligen Arbeitgebern und dem Trägerverein finanziert wird. Im Verein engagieren sich 28 Unternehmen aus der Holz- und Möbelindustrie, der Maschinenbau- und Zulieferindustrie sowie aus dem holzverarbeitenden Handwerk. Dazu kommen der Landkreis Osnabrück und die Stadt Melle als Mitglieder.

Brinkmann stellte seine Ansprache unter drei plakative Begriffe: Etabliert, engagiert und expandierend. Damit ließe sich der Status quo der Berufsakademie treffend zusammenfassen. „Die BA ist in der Branche etabliert“, betonte der Unternehmer. Die 180 Absolventen seien bundesweit in Führungspositionen und bildeten zum Teil selbst Studenten aus. „In der BA wird nicht still und leise studiert“, leitete Brinkmann auf den Begriff „engagiert“ über. Das praxisorientierte Studium sowohl in der BA als auch in den Unternehmen schweiße die Studenten zusammen, schaffe ein familiäres Klima und führe so zu einem hohen Engagement aller Beteiligten.

Künftig Bachelor-Abschluss

Brinkmann ging auf die Bemühungen der BA ein, künftig den Bachelor-Abschluss vergeben zu können. „Mit dem Bachelor werden wir den Ansprüchen der heutigen Abiturienten gerecht“, sagte Brinkmann. Ehrgeiziges Ziel der BA sei es, den schwierigen und mit hohen formalen Hürden gespickten Akkreditierungsprozess innerhalb eines Jahres zu durchlaufen. „Lehrinhalte, die nicht in das Bachelor-Curriculum aufgenommen werden können, von den Unternehmen und Studenten aber gewünscht werden, bieten wir außerhalb des Bachelor-Fahrplans als freiwilliges individuelles Profilstudium an“, versicherte Brinkmann. „Zukünftig bieten wir „Bachelor-plus“ an.“

Heute sind es nach Angaben des BA-Direktors Joachim Martin 64 Studenten, die an der BA in den Studienschwerpunkten Produktionstechnik, Innenausbau, Fenster und Fassade sowie in Produkt-und Designmanagement zum Ingenieur ausgebildet werden. Deren Berufsaussichten sind hervorragend: „Wir verbinden den nachhaltigen analogen Werkstoff Holz mit zukunftsorientierten und digital ausgerichteten Jobs“, erklärte Martin. Er war am Abend sichtlich zufrieden mit der Veranstaltung. „Im Vordergrund stand für uns der Austausch mit unseren ehemaligen Studenten, unseren Alumni und das ist gelungen, wie die zahlreichen guten Gespräche gezeigt haben.“