Türen öffnen, Begegnungen schaffen Neue Initiative in Wellingholzhausen schlägt Brücken

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„Wir möchten, dass sich Türen öffnen“, erklären Susanne Unnerstall, Anita Brune, Monika Sewöster-Lumme, Stefanie Bredenstein und Mechthild Kaumkötter vom Orga-Team der noch jungen Türöffner-Initiative in Wellingholzhausen.  Foto: Christina Wiesmann„Wir möchten, dass sich Türen öffnen“, erklären Susanne Unnerstall, Anita Brune, Monika Sewöster-Lumme, Stefanie Bredenstein und Mechthild Kaumkötter vom Orga-Team der noch jungen Türöffner-Initiative in Wellingholzhausen. Foto: Christina Wiesmann

Wellingholzhausen. Überall auf der Welt gibt es einsame, ältere Menschen. Männer und Frauen, die nicht oder nicht mehr mobil sind, allein leben und sich über Gesellschaft oder einen begleiteten Ausflug freuen würden.

In Wellingholzhausen hat sich im Frühjahr die ökumenische „Türöffner-Initiative“ gegründet. Das Ziel der Ehrenamtlichen: Die Türen einsamer und älterer Menschen im Dorf zu öffnen, um Begegnungen zu ermöglichen und besondere Erlebnisse zu schaffen.

„Der Bedarf ist da“, weiß Verena Niermann vom örtlichen Caritas-Pflegdienst. Sie und ihre Kollegen sehen bei der Arbeit täglich, dass es Bürger gibt, die gerne Gesellschaft hätten aber dennoch alleine sind – den ganzen Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr. „Der Blick auf ältere, nicht mobile und einsame Menschen fehlt“, spricht sie ein gesellschaftlich wichtiges Thema an. Denn die Einsamkeit älterer oder pflegebedürftiger Personen wird viel zu häufig einfach als normal angesehen. „Das ist eben so“, denkt sich eben der eine. „Was könnte ich daran ändern?“, hadert ein anderer mit seinem Gewissen.

Wünsche einsamer Menschen

Dabei ist es gar nicht so schwierig, etwas zu bewegen. Das haben auch die Türöffner in Welling bereits festgestellt. Denn was sind die Wünsche einsamer Menschen vor Ort? Manch einer möchte in Begleitung eine Runde spazieren gehen, ein anderer freut sich über eine nette Unterhaltung, gemeinsames Singen oder eine Autofahrt durch die Bauernschaften. Über einfache Dinge, die alleine aus Alters- oder Krankheitsgründen nicht mehr möglich sind.

Keine feste Verpflichtung

Fünf ältere Bewohner aus dem Beutlingsdorf werden bereits von Türöffnern besucht. Der Bedarf ist aber größer. Auf der anonymisierten Liste, welche die Initiative von der Caritas bekommen hat, stehen aktuell noch fünf weitere Menschen, die gerne Gesellschaft hätten.

Deshalb würden sich die Ehrenamtlichen über weitere Türöffnungen im Ort freuen. „Dabei geht es nicht um eine feste Verpflichtung, die eingehalten werden muss“, wie Anita Brune, Mitglied des Orga-Teams betont. Sie ergänzt: „Jeder bringt sich so ein, wie er möchte und kann.“ Bei Fragen ist der Caritas-Pflegedienst gerne behilflich. Weitere Informationen gibt es bei Mechthild Kaumkötter (Telefon 05429/2671) und Anita Brune (05429/1895) vom Orga-Team der Türöffner-Initiative.


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