An der Bifurkation weiden bald Rinder Neue Aufgabe für das Schwalbennest in Gesmold

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Der ehemalige Kindergarten „Schwalbennest“ hat eine neue Aufgabe zu erfüllen. Foto: Christina WiesmannDer ehemalige Kindergarten „Schwalbennest“ hat eine neue Aufgabe zu erfüllen. Foto: Christina Wiesmann

cew Gesmold. Neuigkeiten gab es in der Sitzung des Gesmolder Ortsrates am Donnerstagabend in der Gaststätte „Zur Bifurkation“ einige.

So stellte Gerd Schultz als Geschäftsführer des Vereins Jugendhilfe vor, was mit dem ehemaligen Kindergarten „Schwalbennest“ passieren wird. Der Verein, der überwiegend mit dem Jugendamt der Stadt Melle zusammenarbeitet, hat das Gebäude vorerst für fünf Jahre gepachtet. „Wir arbeiten mit Schulverweigerern“, erzählte Schultz, „Kindern, die im offenen Ganztag nicht haltbar sind.“

Projekt für Schulverweigerer

So werden zwei Gruppen (für Kinder von sechs bis zwölf Jahren und eine reine Jungengruppe für Jungs ab zwölf Jahren) dort einziehen. Auf dem Plan steht dort täglich neben dem Mittagessen und gemeinsamen Freizeitangeboten auch eine Hausaufgabenbetreuung für die Kinder und Jugendlichen. Am Vormittag wird es ein Projekt für Schulverweigerer in Zusammenarbeit mit der Initiative „Maßarbeit“ geben. Acht Mitarbeiter werden sich um die Kinder und Jugendlichen in der Einrichtung kümmern. Nachbarn sind herzlich willkommen, um sich einen eigenen Eindruck von der Einrichtung zu verschaffen. „Unser Ziel ist ein offenes Haus“, so Schultz.

Seitens der Verwaltung stellte Guido Kunze die angedachten Sanierungsmaßnahmen von Schule und Turnhalle vor. So sind an der Schule Brandschutzarbeiten geplant, hinzukommen noch Sanierungen an den Dachflächen, der Einbau neuer Fenster und eine Dämmung der Fassade. Außerdem auf der Liste: Die Sanierung der feuchten und schimmelbelasteten Kellerräume. „Ganz ehrlich, mir fehlen auf der Liste die Sanitärräume“, gab Harald Kruse (CDU) zu bedenken. Die Bedarfsermittlung soll laut der ausführlichen Planungen Kunzes bis zum ersten April 2016 abgeschlossen sein.

Sanierungen stehen an

Sanierungen an Dusche und Umkleiden, Neuverlegung von Leitungen im Dachbereich und das Verlegen einer Dachrinne nach außen, die bislang innen liegt – auch im Bereich der Turnhalle steht einiges auf Kunzes Liste. Der hob jedoch deutlich hervor, dass die Sanierungen „vorbehaltlich seien wegen laufender Planungen zu Flüchtlingsunterkünften“.

An der Bifurkation sollen auf drei Arealen von insgesamt zehn Hektar Fläche bald Rinder weiden. Auf zwei Flächen wird ein Landwirt ganzjährig „Black-Welsh“-Rinder halten. Die beiden Flächen sollen mit einer Furt durch die Else miteinander verbunden werden, eine Schutzhütte soll für die Tiere errichtet werden. Zuschüsse für dieses Projekt gibt es auch und obendrein kommt die Rinderhaltung der größten Kiebitz-Population des Grönegaus, die an der Bifurkation lebt, zugute.

Auf eine dritte Fläche werden „Galloways“ ziehen. Diese können von März bis Oktober auf der Weide bleiben, die bis maximal vier Tiere sind geplant.


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