André Berghegger im Gymnasium Meller Schüler befragen Abgeordneten zur Kinderrechten

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Melle. Der Bundestagsabgeordnete André Berghegger hat sich Fragen von Sechst- und Siebtklässlern des Gymnasiums zum Thema Kinderrechte gestellt. Im Foyer hörten 200 Schüler anderthalb Stunden lang zu.

Kinderarbeit war natürlich ein Thema, auch wenn das eher in anderen Teilen der Welt passiert und ein deutscher Bundestagsabgeordneter und Ex-Bürgermeister von Melle da natürlich recht wenig unternehmen kann. Ob denn die Millionäre und Milliardäre nicht Geld abgeben könnten, für Kinder, die es nötiger brauchen, wollte anschließend Lucca wissen.

„Vernünftige Gesetze machen“

Von Moderator Dietmar Volkers darum gebeten, erläuterte Berghegger zwischendurch aber seinen Tagesablauf als Bundestagsabgeordneter. Der ist wiederum entscheidend davon abhängig, ob Berghegger im Wahlkreis oder in Berlin unterwegs ist. Lange Tage sind es allemal. Und die sind bestimmt von „viel lesen, viele Meinungen einholen und viel lernen, damit wir vernünftige Gesetze machen können“.

Kinderrechte im Grundgesetz

Niklas wollte wissen, wie es eigentlich den Menschen geht, die jetzt als Flüchtlinge nach Deutschland wollen. Eine spannende Frage hatte auch Judith parat: Warum die Kinderrechte eigentlich nicht im Grundgesetz stehen. Weil vor jenem alle gleich sind, erläuterte der CDU-Abgeordnete, es gebe ja auch keine extra festgeschriebenen Rechte für zum Beispiel ältere Menschen. Alles, was im Grundgesetz stehe, gelte für alle. Was Deutschland für Kinder auch von Flüchtlingen tue, fragte Charlotte nach und warum man nicht schon mit 14 oder 16 wählen könne. Kann man ja, lautete die Replik, zumindest 16-Jährige dürfen bei Kommunalwahlen (die in Melle nächstes Jahr anstehen), ihr Kreuzchen machen.

Dürre in Kenia

Till berichtete von einer langen Dürre in Kenia, was dazu führe, dass kilometerlange Märsche zu nicht ausgetrockneten Brunnen anstehen, die ob Mädchen auf sich nehmen müssen, weil Wasserholen Frauensache sei. „Wir müssen zusehen, dass Kinder auch ein Kinderleben haben“, kommentierte Melles Ex-Bürgermeister.

„Das fragen sich Merkel, Obama und Putin auch“

Die jeweils von ihren Klassen ausgewählten Fragesteller wechselten sodann untereinander und die zweite Runde brachte weitere, teils beeindruckende Fragen hervor. „Haben auf der Flucht geborene Kinder eigentlich eine Nationalität?“ oder „Warum musste aus ISIS erst ein Staat werden, bevor etwas unternommen wird?“ stachen unter vielen guten Fragen heraus. Zu letzterer lautete die Antwort übrigens: „Das fragen sich Merkel, Obama und Putin sicherlich auch.“


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