Kleine Schule, große Attraktivität Schule in Bruchmühlen führt Ganztagsschule ein

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Im Zeichen der Zeit: An der Sandhorstschule in Bruchmühlen soll zum neuen Schuljahr die offene Ganztagsschule eingeführt werden. Foto:dpaIm Zeichen der Zeit: An der Sandhorstschule in Bruchmühlen soll zum neuen Schuljahr die offene Ganztagsschule eingeführt werden. Foto:dpa

Melle. Eine kleine Schule möchte attraktiver werden und gewissen Abwanderungstendenzen nach Westfalen entgegenwirken: Die Sandhorstschule will Ganztagsschule werden, und das ist ganz im Sinne des Ausschusses für Schule und Bildung.

„Es ist ein Herzenswunsch der Eltern, dass an der Sandhorstschule der Ganztagsbetrieb eingeführt wird,“ betonte Schulleiter Andreas Neumann, der dem Ausschuss für Schule und Bildung am Montag das Konzept der künftigen Arbeit vorstellte.

Bereits im Vorfeld hatten sowohl der Schulelternrat als auch die Gesamtkonferenz der Einführung der Ganztagsschule einhellig zugestimmt. Der Schulvorstand tagt in der kommenden Woche.

Klein, aber fein: Unter diese Vorzeichen stellte Andreas Neumann seine Schule mit gegenwärtig 92 Schülern vor, die in sechs Klassen unterrichtet werden. Laut Prognose werden es im kommenden Schuljahr 86 Schüler in fünf Klassen sein, berichtete der Schulleiter. Aktuell wird in der Sandhorstschule eine Betreuung nach dem Meller Modell angeboten. Die Stadt bezuschusst dieses Modell mit 10000 Euro pro Jahr. Wird die offene Ganztagsschule eingerichtet, entfällt der Zuschuss.

Positiv überrascht

Wie stehen die Eltern dem neuen Konzept gegenüber? Andreas Neumann legte dem Ausschuss das Ergebnis einer Elternbefragung vor: „75 Rückmeldungen hat es gegeben, von diesem Ergebnis sind wir sehr positiv überrascht,“ erklärte der Schulleiter mit Blick auf das große Interesse. Aber nicht nur von der Anzahl her, auch im Hinblick auf die Inhalte hat die Elternbefragung gezeigt, dass die offene Ganztagsschule ganz im Sinne Mehrheit der Eltern ist: „Ideen gibt es genug“, meinte Andreas Neumann, der dem Ausschuss sodann einen Überblick über die Konzeption und den Zeitplan gab.

Dynamische Schulleitung

Problematisch ist für Bruchmühlen insbesondere, dass es Abwanderungen ins benachbarte Westkilver gibt. Mit der Einführung des Ganztagsbetriebs will die Sandhorstschule dieser Tendenz entgegenwirken.

„Wir können Ihr Anliegen nur positiv begleiten. Dass Sie eine kleine Grundschule attraktiver gestalten wollen, untermauert die Berechtigung, sie auf Dauer zu erhalten,“ äußerte sich Annegret Mielke (SPD). Nach ihren Worten habe die Schule die Zeichen der Zeit erkannt, was sich letztlich dadurch dokumentiere, dass viele Eltern das neue Angebot auch annehmen wollten.

Eine vorbehaltlose Zustimmung zu dem Antrag kündigte auch Arend Holzgräfe für die FDP an. Zu der Einführung des offenen Ganztagsbetriebs könne man sich nur positiv äußern.

„Wir begrüßen die Entwicklung in Bruchmühlen, hier passiert eine Menge,“ unterstrich auch Ursula Thöle-Ehlhardt von den Grünen. Der Weg einer verlässlichen Ganztagsschule entspräche dem Zeitgeist, wobei es für die Eltern wichtig sei, ihre Kinder gut betreut zu wissen.

Unterstützung zu dem Antrag kam auch von der CDU. Deren Sprecherin Herla Wendelin-Feindt sprach von einer dynamischen Schulleitung, die frischen Wind die Schule bringe. Sie dankte bei dieser Gelegenheit dem Förderverein für dessen Betreuungsarbeit nach dem Meller Modell, ehe der Ausschuss mit einem einstimmigen Votum dem Antrag der Schule folgte.

Nach der Abstimmung im Schulvorstand sollen die entsprechenden Unterlagen umgehend bei der Landesschulbehörde eingereicht werden, sodass das neue Konzept mit Beginn des neuen Schuljahres greifen kann.


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