Polizei ermittelt Bettler fordern an Haustüren in Buer Geld

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Bettler gehen in Buer derzeit von Haus zu Haus und klingeln an Türen, um Geld zu erbetteln. Symbolfoto: Michael GründelBettler gehen in Buer derzeit von Haus zu Haus und klingeln an Türen, um Geld zu erbetteln. Symbolfoto: Michael Gründel

Buer. In Buer sind derzeit Bettler unterwegs, die von Haus zu Haus laufen, klingeln und dann von den Bewohnern Geld einfordern. Die Polizei rückte heute bereits zweimal mit einem Streifenwagen aus, um der Sache auf den Grund zu gehen. Bürger in Buer berichten von einer bettelnden Familie mit zwei kleinen Kindern, die angeblich aus Rümanien kommen soll.

Wie viele andere Bueraner wurde auch Elfriede Mügge von einer Bettlerin an der Haustür überrascht. Als sie ihre Haushaltshilfe zur Tür begleitete, klingelte es. Elfriede Mügge öffnete und sah eine zierliche, junge Frau vor ihrer Tür, die ihr einen Zettel unter die Nase hielt. Die Rentnerin konnte nur Bruchteile des Geschriebenen entziffern. „Das waren vier, vielleicht fünf Zeilen, in denen Stand, dass sie arm sei und Kinder habe. Es stand noch Rumänien oder Bulgarien auf dem Zettel“, berichtete die Seniorin. Sie griff in ihr Portemonee und überreichte der Frau einen Fünf-Euro-Schein. „Den nahm sie mit spitzen Fingern und sagte dann mit leiser Stimme ‚Bitte 100‘“, erzählte Elfriede Mügge weiter. Perplex von der Forderung schickte sie die Frau weg.

Frau wollte Geld

Ähnliche Erfahrungen machten heute mehrere Bürger in Buer. Einige berichteten auch von Kindern, die alleine an Haustüren klingelten. Auch bei Erika Hausmann hat eine junge Frau geklingelt, die Geld verlangte. Vier Euro waren der Bettlerin jedoch zu wenig, sie forderte zehn Euro. Die Begründung: Sie habe so Halsschmerzen und müsse Medikamente kaufen. „Ich habe der Frau angeboten, mit ihr zum Arzt oder zur Apotheke zu gehen. Doch das wollte sie partout nicht. Sie wollte Geld“, berichtete Erika Hausmann. Später, so die Bueranerin, habe sie die Frau mit zwei kleinen Kindern und weiteren Personen bei der Sparkasse gesehen. Dort habe die Frau sie gebeten, die Autotür zu öffnen. „Als ich dann zum Edeka gefahren bin, stand die Frau plötzlich wieder neben mir und wollte, dass ich das Auto aufmache“, erzählt sie. „Das ist schon beängstigend.“ Sie habe die Polizei informiert.

Bei der Polizei in Melle sind die Vorfälle bekannt. Die Beamten ermitteln nun, ob in Einzelfällen eine Straftat vorliegt.

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