240 Starter umkurven Pylonen Autoslalom von AMC Hoyel und AC Melle auf Flugplatz

Im „Youngster Cup“ mussten die Fahrer auf der Rennstrecke möglichst genau zwischen aufgestellten Pylonen hindurch – was nicht immer funktionierte. Foto: Christina WiesmannIm „Youngster Cup“ mussten die Fahrer auf der Rennstrecke möglichst genau zwischen aufgestellten Pylonen hindurch – was nicht immer funktionierte. Foto: Christina Wiesmann

cew Melle. Die Temperaturen waren mit knapp vier Grad winterlich. Doch Sonnenschein und blauer Himmel sorgten dafür, dass der Autoslalom auf dem Flugplatz ein voller Erfolg wurde. Rund 240 Teilnehmer gingen in verschiedenen Wettbewerben an den Start.

Gemeinschaftlich wurde der Autoslalom von den beiden Grönegauer Motorsportvereinen, dem AC Melle und dem AMC Hoyel, organisiert. „Wir haben hier eine Doppelveranstaltung“, erklärte der Sportleiter des AC Melle, Ralf Bietendüwel. Froh sind beide Vereine über die Kooperation mit den Segelfliegern, die den Autoslalom auf dem Flugplatz überhaupt erst möglich macht. „Das ist wirklich toll“, so Bietendüwel weiter.

Die Teilnehmer kamen nach Angaben der Veranstalter aus dem Bereich „zwischen Bremen und Siegen“. Die Strecke auf dem Segelflugplatz bot optimale Bedingungen für den Slalom-Parcours, nichts kann dort kaputt gefahren werden. „Wenn mal einer von der Strecke abkommt, geht es eben in den Rasen“, schmunzelte Bietendüwel (siehe „Ergebnisse“).

Zunächst ging es für die Starter auf den 800-Meter-Parcours des AC, danach nahezu übergangslos auf die 800-Meter-Strecke des AMC. Auf der Strecke musste der Fahrer seinen Rennwagen zwischen aufgestellten Pylonen hindurchmanövrieren.

Wichtig bei der Durchfahrt zwischen den orangefarbenen Hütchen war nicht nur Schnelligkeit. Auch ein möglichst gutes Augenmaß, verbunden mit einem entsprechenden Reaktionsvermögen, war gefragt, um den Rennwagen nach Möglichkeit fehlerfrei ins Ziel zu bekommen. Einem Trainingslauf folgten zwei Wertungsläufe. Die beiden ermittelten Zeiten der Wertungsläufe ergaben zusammengerechnet das Endresultat. Ein Doppelsieg gelang Hans-Jürgen Klare aus Georgsmarienhütte im Opel Kadett C Coupé.

Am frühen Morgen starteten zunächst die Nachwuchsrennfahrer im „Youngster-Slalom-Cup“. Auch der amtierende Niedersachsenmeister im Autoslalom, der Meller Marvin Kaja, ging in einem der zugelosten Fahrzeuge auf die Strecke.

In der Oldtimer-Gleichmäßigkeit starteten am Nachmittag die betagteren Schätzchen. Sie mussten möglichst genau ihre im Trainingslauf gefahrene Zeit erreichen.

Eine Besonderheit in diesem Jahr waren die FormelFahrzeuge der „Formula Student“ der Hochschule Osnabrück. Mehr als 100 Teams nehmen mit den selbst entwickelten Elektrofahrzeugen an verschiedenen Rennveranstaltungen teil. Einige Fahrer und Autos zeigten am Sonntag in Eicken, was in ihnen steckt.

Den Zuschauern bot sich eine tolle Rennveranstaltung inklusive Blick hinter die Kulissen, wo Räder blitzschnell umgesteckt wurden und Motoren zornig grollten. Die elektronische Zeitmessung ermöglichte genaue Ergebnisse. Ausgebildete Sportwarte, geschulte Streckenposten und das Rote Kreuz sorgten am Rande der Rennpiste für Sicherheit.


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