„Baumgreise und Stammhalter“ „arte“ sendet Doku über Upmeyers Eiche in Wehringdorf

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Baumriese in der freien Feldmark: Upmeyers Eiche in Wehringdorf. Foto: Heimatverein BuerBaumriese in der freien Feldmark: Upmeyers Eiche in Wehringdorf. Foto: Heimatverein Buer

Buer. Im Sommer 2014 weilte ein Fernsehteam des Kultursenders „arte“ mehr als eine Woche lang auf dem Bauernhof der Familie Upmeyer in Wehringdorf, um mit beträchtlichem Aufwand eine Dokumentation über die weithin bekannte „Upmeyers Eiche“ zu produzieren.

Der Fernsehbeitrag wurde inzwischen fertiggestellt. Er soll am Dienstag, 27. Oktober, 19.30 Uhr, auf „arte“ unter dem Titel „Baumgreise und Stammhalter“ ausgestrahlt werden. Dazu heißt es seitens des Fernsehsenders : „Überall in Europa stehen Bäume, die für die Menschen eine ganz besondere Rolle spielen. Sie zeugen von vergangenen Zeiten, tragen Früchte, dienen als Inspirationsquelle und zur spirituellen Anregung oder werden einfach für ihre Schönheit bewundert. Von den Wurzeln bis zur Krone erzählt die nunmehr fertiggestellte Dokumentation von diesem Baum und den Menschen die mit ihnen leben und sie pflegen.“

Historische Karten

Neben der Eigentümerfamilie mit ihrem Senior Gustav Upmeyer an der Spitze war es auch der Heimat-und Verschönerungsverein Buer, der das Fernsehteam bei seinen Dreharbeiten unterstützte. „Wir stellten umfassendes Informationsmaterial zur Verfügung, darunter historische Karten des Landvermessers Johann Wilhelm du Plataus dem 18. Jahrhundert“, berichtete der Vorsitzende Dieter Huntebrinker, der das Projekt mit Rat und Tat begleitete. Dass mit Upmeyers Eiche auf „arte“ ein Naturdenkmal aus dem Kirchspiel Buer in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werde, spreche für sich, erklärte Vorstandsmitglied Jürgen Krämer. In der Vergangenheit sei die Bedeutung des markanten Solitärbaums, der noch vor 150 Jahren in einem kleinen Wald stand, in verschiedenen Publikationen hervorgehoben worden, darunter im anno 1907 veröffentlichten Forstbotanischen Merkbuch und in dem Buch „Alte liebenswerte Bäume in Deutschland“, das im Jahre 1989 veröffentlicht wurde und die 193 markantesten Bäume in Deutschland vorstellt – darunter auch 16 aus der damals noch existierenden DDR.

Besonderer Baum

Dass es sich bei Upmeyers Eiche wahrlich um einen besonderen Baum handelt, daran lässt „arte“ keinen Zweifel: „In Deutschland thront eine Eiche einsam und majestätisch inmitten eines Feldes, in Italien ruht eine alte Zypresse, die Franz von Assisi im frühen 13. Jahrhundert selbst gepflanzt haben soll, im Kreuzgang eines Franziskanerklosters. So unterschiedlich und voneinander entfernt sie auch sein mögen: Upmeyers Eiche und die Zypresse in der Villa Verruchio bilden jeweils auf eigene Weise das stabile Fundament einer Kultur, die im Laufe der Jahrhunderte friedlich weitergegeben wurde.“


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