Springen: Amazonen spitze M-Springen der Meller Reitertage in weiblicher Hand

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Melle. Zu einem Anziehungspunkt für Reitsportfreunde aus weitem Umkreis avancierte am Wochenende die Reitanlage am Wellenfreibad. Bei größtenteils goldenem Herbstwetter lockte das Turnier des Reit- und Fahrvereins Melle-Gesmold drei Tage lang mit niveauvollen Dressur- und Springprüfungen in entspannter Atmosphäre.

Von den ersten Wettbewerben für die jüngsten Reiter bis zu anspruchsvollen Dressur- und Springprüfungen spannte sich der Bogen auf dem Platz und in der Halle. Starterpaare aus dem ganzen Weser-Ems-Gebiet und dem benachbarten Westfalen folgten der Einladung zum traditionell letzten Freiluft-Turnier des Jahres auf Meller Stadtgebiet.

Eine gute Starterfüllung verzeichnete dabei der gastgebende Verein , der mit vielen engagierten Helfern trotz der gegenüberliegenden Großbaustelle für einen reibungslosen Turnierablauf sorgte. Vor allem dem reiterlichen Nachwuchs galt dabei das Augenmerk von Organisatoren und Besuchern. Mit kleinen Sträußchen am Revers und an der Satteldecke ihrer Ponys und Pferde gingen die jüngsten Reiter an den Start.

Für sie nahm sich Richterin Claudia Dornhoff beim Führzügel-Wettbewerb bewusst viel Zeit und sparte auch nicht mit hilfreichen Tipps und ermutigenden Worten. Für junge Reiter mit Turniererfahrung ist der Wettkampf um den Grönegau-Cup einer der Höhepunkte im Turnierjahr. In Dressur- und Stilspringprüfungen der Klassen E und A sammelten sie Punkte für den Wettkampf, der beim Hallenturnier in Bruchmühlen als fünfter und letzter Wertungsprüfung entschieden wird.

Reitsport auf hohem Niveau bot sich den Zuschauern unterdessen bei Dressurprüfungen der Klasse L mit Trense und Kandare. Für den gastgebenden Verein holte Jasmin Haupt dabei auf Wilhelm die goldene Schleife in der Dressurprüfung mit Trense. Der Sieg mit Kandare ging mit der Wertnote 7,5 nach Venne an Inez Meier zu Farwig auf Corsika. Die Reiterinnen beherrschten auch die höchstdotierten Prüfungen auf dem Springparcours.

Insgesamt 37 Starterpaare stellten sich in zwei Abteilungen den Herausforderungen des Springens der Klasse M*. Vier Reiter sicherten sich in der ersten Abteilung innerhalb der erlaubten Zeit von 57 Sekunden mit einer fehlerlosen Runde den Einzug ins Stechen. Mit einem Null-Fehler-Ritt in nur 32,61 Sekunden legte Katja Ronne auf Cassina als zweite Starterin die Messlatte unerreichbar hoch. Der Sieg für den RFV Telgte-Lauheide war ihr nicht mehr zu nehmen.

Und auch in der zweiten Abteilung hielten die Damen die Zügel fest in der Hand: Lange mussten die Zuschauer auf einen fehlerlosen Durchgang warten, bevor Alyssa Nierste vom RV Wittekind Enger auf Grantorino und Lena Böning vom RFV Hollage auf Little Lilly nacheinander das Stechen sicherten. Im entscheidenden Durchgang behielt Lena Böning die Nerven und holte mit fehlerlosen 37,18 Sekunden die goldene Schleife.

Der Dank des Vorstandes galt nach den letzten Sprüngen den vielen ehrenamtlichen Helfern, die vor und hinter den Kulissen zum Gelingen des Turniers beigetragen haben sowie den Freunden und Sponsoren des Vereins, deren Unterstützung die Meller Reitertage erst ermöglicht.


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