Nach Eggeling-Kritik Meller Grüne: IGS-Oberstufe nicht kaputtdiskutieren

Von Michael Hengehold

In der Diskussion: die IGS. Archivfoto: Michael HengeholdIn der Diskussion: die IGS. Archivfoto: Michael Hengehold

Melle. Die Grünen reagieren auf die Vorwürfe von Volker Theo Eggeling, der in seiner Funktion als Vorsitzender des Bildungsausschusses des Kreistages harte Kritik geübt hatte. Dabei fällt der Name Eggeling allerdings kein einziges Mal.

Unter anderem hatte Eggeling behauptet , die bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Ursula Thöle-Ehlhardt und der Meller Grünenfraktionsführer Alfred Reehuis hätten „wider besseren Wissens“ die Kosten von etwa acht bis neun oder (mit neuer Sporthalle) zwölf Millionen Euro verschwiegen.

Antrag: Getrennt abstimmen

Thöle-Ehlhardt verweist darauf, dass der grüne Antrag zum Tagesordnungspunkt „Einrichtung einer Oberstufe an der IGS Melle“ vorsah, über einzelne Punkte der Vorlage getrennt abzustimmen. Das beinhaltet den Auftrag an die Verwaltung, die gymnasiale Oberstufe zum 1. August 2017 zu beantragen und die Einrichtung des Lernhauses 10, das im nächsten Schuljahr für den zehnten Jahrgang der Schule benötigt wird.

Weiterhin wurde in dem Antrag gefordert, die Investitionen zur weiteren Beratung in den Finanzausschuss und die Fraktionen zu verweisen, weil diese Summen nicht im Bildungsausschuss beschlossen werden können.

Abwesenheit der Schulleiterin kritisiert

Thöle-Ehlhardt. „Ich habe sehr deutlich kritisiert, dass keine detaillierten Pläne vorliegen und auch die Schulleiterin der IGS, selbst Mitglied im Kreistag, nicht zugegen war, um Pläne, Raumkonzepte oder erforderliche Baumaßnahmen zu erläutern oder für Fragen zur Verfügung zu stehen.“

Weiterhin mahnen die Grünen eine enge Kooperation der Stadt Melle und des Landkreises in Sachen Schulentwicklungsplanung an. Thöle-Ehlhardt: „Immer wieder ist von ‚abgestimmtem Vorgehen‘ ‚gemeinsamer Konzeption‘, ‚Kooperation‘ und ‚regelmäßigem Austausch auch unter Einbeziehung der Schulen‘ die Rede. Warum findet das bei solch einer wichtigen Entscheidung in Melle nicht statt?“

„Sonst gibt es keine Oberstufe“

Die bildungspolitische Sprecherin der Grünen weiter: „Zumindest sollte der Versuch unternommen werden, in Gesprächen von Verwaltung, Politik und Schulen auf Stadt- und Kreisebene nach Lösungen zu suchen. Bei zurückgehenden Schülerzahlen erscheint es fraglich, ob Steuergelder in Neubauten fließen müssen.“ Schulentwicklung solle demnach möglichst im Bestand neu geordnet und umgesetzt werden.

Alfred Reehuis als Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat betont: „Wir beteiligen uns nicht daran, die Oberstufe der IGS nun kaputt zu diskutieren. Wir Grünen erinnern daran, dass bei der Gründung der IGS von allen Parteien versprochen wurde, dass die Oberstufe kommt. Wir haben die Oberstufe noch nicht beantragt, weil dieser Schritt bei Gründung noch nicht anstand.“ Dies müsse nun aber geschen, „denn sonst gibt es keine Oberstufe an der IGS“. Die Schüler und Eltern hätten im Vertrauen auf die Oberstufe ihre Kinder an der IGS angemeldet. Reehuis: „Daher finden wir Grünen es unverantwortlich, wenn diese Zusagen zur gymnasialen Oberstufe gebrochen werden. Wir jedenfalls stehen zu unseren Zusagen.“


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